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Gründer sollen in Hohenlohe bleiben

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Netzwerk Hohenlohe Plus und Digitalisierungsspezialisten von HF Con bieten Startups Starthilfe mit einem neuen Stipendium und Raum zur Entfaltung. Hoffnung auf weitere Unterstützer aus der Wirtschaft.

Die Beratung von Startups gehört zu den Aufgaben von HF Con in Künzelsau. Dort gibt es auch Coworking Spaces für die Gründer.
Foto: privat
Die Beratung von Startups gehört zu den Aufgaben von HF Con in Künzelsau. Dort gibt es auch Coworking Spaces für die Gründer. Foto: privat  Foto: privat

Fachkräfte zu gewinnen und zu halten ist seit Jahren eine Herausforderung für ländliche Regionen wie Hohenlohe. Aus diesem Grund haben sich Institutionen, Unternehmen und die größeren Städte vor Jahren zum Netzwerk Hohenlohe Plus zusammengeschlossen. Dieses lobt nun das Stipendium "Hohenlohe 4 Talents" aus, um jungen Gründern eine Perspektive zu bieten.

Der Topf ist erstmal gut gefüllt

40 000 Euro stehen derzeit zur Verfügung. Mit jedem Unternehmen, das sich als Unterstützer beteiligt, soll dieser Topf um 15 000 Euro anwachsen. Damit könnte ein junges Startup ein Jahr lang unterstützt werden. "Wir wollen hier eine Gründerkultur schaffen", sagt Martin Buchwitz, Geschäftsführer von Hohenlohe Plus.

Vorgesehen ist, dass bis zu zwei Gründer pro Startup sechs oder zwölf Monate lang eine monatliche Unterstützung von 300 bis 450 Euro bekommen, außerdem ein Beraterbudget und einen Teil der Miete. "Wir wollen die Startups begleiten auf ihrer Reise", sagt HF-Con-Geschäftsführer Thorben Heinrichs. Mehrere Interessenten gibt es bereits.

Große Firmen stehen dahinter

HF Con, der "Digital Hub Heilbronn-Franken", ist eine Tochter der Wirtschaftsinitiative BW Con des Landes, die den Hightech-Standort Baden-Württemberg stärken soll, und wird von Firmen wie Würth, Optima und EBM-Papst finanziert. HF Con hat das Konzept für das Gründerstipendium entwickelt. Unterstützt von Banken und Kommunen sowie vom ersten Projektförderer EBM-Papst geht es nun an den Start.

Die Zielgruppe sind zur Hälfte Gründer aus dem Hightech- und IT-Bereich, zur anderen Hälfte aus Industrie und Handwerk. Als neutraler Partner betreut HF Con die Gründer und stellt Räumlichkeiten im Coworking Space in Künzelsau zur Verfügung.

Erstes Pilot-Startup bereits dabei

Als erster Gründer geht Christian Baumann mit seinem Startup Packpart dort schon ein und aus. Baumann passt perfekt ins Bild. Er studiert noch in Künzelsau und hat eine "Matching-Plattform", "also eine Art Business-Parship" für Verpackungsmaschinen-Hersteller und ihre Kunden, entwickelt.

Sein Geschäftsmodell durfte er bereits vor der Jury vorstellen und ist nun erster geförderter Pilot-Gründer. "Es war Zufall, dass ich von Anfang an mitverfolgt habe, was HF Con hier vorhat", sagt Baumann. Jetzt pendelt er zwischen dem Coworking Space in Künzelsau und seinem Wohnort Schwäbisch Hall. Dort könnte bald ein weiterer Coworking Space angemietet werden. Mit weiteren Startups soll jedenfalls das Ökosystem entstehen, in dem sich die Jung-Unternehmer gegenseitig befruchten.

Hochschulen mit im Boot

Erstes unterstützendes Unternehmen ist EBM-Papst. "Wir wollen den ländlichen Raum stärken", sagt Sprecher Hauke Hannig. Besonders wichtig seien dabei die Verbindungen zu den Hochschulen - den zwei Standorten der Hochschule Heilbronn in Künzelsau und Schwäbisch Hall sowie zur Außenstelle der Mosbacher DHBW in Bad Mergentheim. "Auch hier gilt, wir müssen zusammenwachsen", sagt Thorben Heinrich.

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