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Erste Forchtenberger Photovoltaik-Freiflächenanlage im Stadtgebiet in Betrieb

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Das Vorzeigeprojekt von Jens Michelfelder liefert Sonnen-Strom für 470 Haushalte. Akteure aus der Region sind die Macher.

Von unserer Redaktion
Ein Blühstreifen umgibt die Solarmodule der ersten Photovoltaik-Freiflächenanlage im Forchtenberger Stadtgebiet, die den Betrieb aufgenommen hat.
Foto: privat
Ein Blühstreifen umgibt die Solarmodule der ersten Photovoltaik-Freiflächenanlage im Forchtenberger Stadtgebiet, die den Betrieb aufgenommen hat. Foto: privat  Foto: privat

Hoch über Ernsbach hat Jens Michelfelder aus Forchtenberg-Metzdorf ein Vorzeigeprojekt zur Erzeugung von Öko-Strom geschaffen. Jetzt wurde die erste Photovoltaik-Freiflächenanlage im Forchtenberger Stadtgebiet auf 1,4 Hektar und mit einer Leistung von 1574 Kilowatt-Peak (kWp) in Betrieb genommen. Künftig können mit ihr bis zu 470 Haushalte mit Strom versorgt werden. Für glückliche Bienen und weitere Insekten umrahmt ein Blühstreifen die Solarmodule, der Zaun ist für Kleintiere durchlässig gestaltet.

Stadt arbeitet an ihren Dächern

Durch frühzeitige Beteiligung des Gemeinderats um Bürgermeister Michael Foss sowie Ortsvorsteher Werner Engel mit dem Ortschaftsrat Ernsbach konnten nach Angaben der Stadt Forchtenberg die baurechtlichen Voraussetzungen in kurzer Zeit geschaffen werden. Während die Stadt selbst aktuell auf zahlreichen kommunalen Dachflächen Photovoltaikanlagen installiert (wir berichteten), wird laut Bürgermeister Foss mit der Freiflächenanlage ein weiterer positiver Beitrag zum Klimaschutz direkt vor Ort geleistet. Foss gratulierte Jens Michelfelder zur Inbetriebnahme des Solarparks und wünschte ihm einen erfolgreichen Betrieb.

 


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Michelfelder legte nach eigenen Angaben von Anfang an größten Wert auf Akzeptanz bei den Bürgern und die Beteiligung örtlicher Unternehmen. Mitarbeiter der Firma SPM (Generalunternehmer) aus Niedernhall rammten die Unterkonstruktion ins Erdreich. Das Mutterunternehmen CWF konstruiert und baut die Metallkonstruktionen in Niedernhall und vertreibt diese europaweit. Beim Aufbau der Module fand keine Versiegelung der Fläche durch Beton statt. SPM montierte die Module samt Verkabelung.

Maximale regionale Wertschöpfung

Der Netzanschluss über eine eigene Trafostation wurde in Zusammenarbeit mit Netze BW errichtet. Die Tauberenergie Kuhn OHG aus Markelsheim im Taubertal ist für die technische Betreuung der PV-Schaltanlage zuständig. Der 123 Jahre alte Familienbetrieb der Brüder Karl und Andreas Kuhn übernimmt ebenso die Direktvermarktung des Ökostroms, womit aus Sicht der Verantwortlichen die maximal mögliche regionale Wertschöpfung erreicht wird.

"Um die Energiewende zu schaffen, müssen wir den Bestand an Photovoltaik- und Windkraftanlagen verdreifachen", sagt Karl Kuhn. Dies sei eine Herkulesaufgabe für die Stromnetze, ergänzt Andreas Kuhn. Insgesamt zeigen sich alle Beteiligten einig, dass mit diesem Projekt in Forchtenberg ein vorbildlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird.

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