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Öhringen

Autohaus Koch übernimmt auch den Audi-Verkauf

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Schwäbisch Haller Händler wird nach der Übernahme des VW-Händlers Ochs auch Partner der Traditionsfirma Graf.

Von Manfred Stockburger
Auto-Vertrieb in neuer Konstellation: In Volker Grafs (3. v. r. ) Öhringer Autohaus verkauft künftig das Schwäbisch Haller Autohaus Koch Audi-Fahrzeuge. Foto: Stockburger
Auto-Vertrieb in neuer Konstellation: In Volker Grafs (3. v. r. ) Öhringer Autohaus verkauft künftig das Schwäbisch Haller Autohaus Koch Audi-Fahrzeuge. Foto: Stockburger  Foto: Stockburger, Manfred

Ochs, das war der erste Streich. Jetzt ergänzt die Schwäbisch Haller Autohaus-Gruppe Koch ihren durch die angekündigte Übernahme des örtlichen VW-Händlers begonnenen Markteintritt in der Großen Kreisstadt durch die Übernahme des Audi-Gebraucht- und Jahreswagenverkaufs beim Audi-Service-Partner Autohaus Graf in der Berliner Straße.

Beide Standorte sollen erhalten bleiben. Bis Ende 2017 hatte die Neckarsulmer ASW-Gruppe den Verkauf im Haus Graf betrieben.

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Volker Graf wird sich weiterhin um den Service kümmern - und zwar als eigenständiges Unternehmen mit weiterhin 18 Mitarbeitern. Eine Fusion ist nicht geplant, betonen beide Seiten, sondern eine "Partnerschaft auf Augenhöhe". Graf und Koch-Seniorchef Thomas Härterich verweisen auf die parallele Historie der beiden Unternehmen als Basis für die partnerschaftliche Zusammenarbeit: Das Autohaus Graf gibt es seit 1931, das Autohaus Koch seit 1932. Beide Firmen erhielten 1949 einen VW-Händlervertrag. Ende der 1960er Jahre sei jeweils die Marke Audi hinzugekommen. Und schließlich werden beide Traditionshändler in der dritten Generation geführt. "Wir sind froh, dass wir diese Kooperation jetzt haben."

Die Namen Koch und Graf sollen in Öhringen beide auch in der Außenwirkung nebeneinander gepflegt werden. Der Name Ochs wird wie berichtet im Sommer aus der Öhringer Autohausszene verschwinden, wenn der Betrieb auf Koch übergeht.

Kooperation startet am 1. Februar

"Nichts ist so beständig wie der Wandel in der Branche", sagt Koch-Seniorchef Thomas Härterich. Die Konsolidierung der Händlernetze sei vor allem wegen der Veränderungen der Antriebstechnologien nötig, erklärt Härterich. Am Ende, so ist er überzeugt, werde das E-Auto stehen. Bis dahin müssten Händler und Servicepartner aber ganz unterschiedliche Technologien beherrschen und anbieten können.

Offizieller Start der Kooperation ist am 1. Februar. Aber schon jetzt stehen rund 40 Audi-Fahrzeuge in den Verkaufsräumen. Die Verkaufsberater Roger Milbredt und Willi Dexheimer werden sich auch künftig um die Audi-Kunden kümmern. Die Steuerung des Verkaufsgeschehens und die Disposition erfolgen künftig aus dem Audi-Hauptstandort der Koch-Gruppe aus. Dort sitzt auch die Verkaufsleitung.

Die Koch-Gruppe beschäftigt künftig - also einschließlich der Öhringer Standorte - etwa 420 Mitarbeiter und peilt einen Umsatz von 150 Millionen Euro an. Pro Jahr verkauft das Familienunternehmen rund 2900 Neuwagen und 4400 Gebrauchtfahrzeuge. Neben Öhringen und dem Hauptsitz Schwäbisch Hall hat das Unternehmen Standorte in Ellwangen, Gaildorf und Crailsheim mit den Marken VW, Audi, Seat, Skoda und VW Nutzfahrzeuge.

 

 

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