Ausstellung zeigt beispielhafte Bauten aus dem Hohenlohekreis
Die Preisverleihung in der Sparkasse offenbart eine hohe Qualität der eingereichten Arbeiten zum Architekten-Wettbewerb "Beispielhaftes Bauen". Darunter sind Privathäuser ebenso wie Gewerbebauten und öffentliche Einrichtungen wie Festhallen oder Schulen.

Bauen im Bestand werde in Zukunft von noch größerer Bedeutung sein, sind sich die Architekten sicher, die zur Verleihung der Plaketten für Beispielhaftes Bauen in der Sparkasse Hohenlohekreis zusammengekommen sind.
Ausgezeichnet wurden zehn Bauwerke, die zwischen 2016 und 2022 entstanden sind. Darunter sind Privathäuser ebenso wie Gewerbebauten und öffentliche Einrichtungen wie Festhallen oder Schulen. Eine Ausstellung, die aktuell in der Sparkasse Hohenlohekreis in Künzelsau zu sehen ist, gibt Einblick in die Häuser, Scheunen und Gewerbehallen. In der Sparkasse sind die Pläne und Fotos noch bis zur Immobilienmesse zu sehen, dann zieht die als Wanderausstellung konzipierte Schau weiter.
Nachmachen ausdrücklich erwünscht: Wettbewerb will zeigen, wie gutes Bauen aussieht
Hausherr Bernd Kaufmann freute sich am Abend der Preisverleihung, wieder vor einem Raum voller Gäste zu stehen. Den das Ziel des Wettbewerbs formuliert er so: "Er soll weitere Impulse für eine positive Entwicklung der Baukultur in Hohenlohe geben." Dass 30 Objekte zum Wettbewerb eingereicht wurden, das spricht für die hervorragende Qualität der Arbeit der Architekten. Dabei ist für Carmen Mundorff, Geschäftsführerin der Architektenkammer Baden-Württemberg, noch ein weiterer Aspekt lobenswert: "Die Vielzahl der Arbeiten regionaler Büros lässt einen Rückschluss auf deren hohe Qualität zu."
Architektur soll immer auch Ausdruck der Zeit sein, formuliert Kreiskämmerer Michael Schellmann in Vertretung von Schirmherr Landrat Matthias Neth die Anforderung an gute Architektur. Die siebenköpfige Jury habe während der zwei Tage viel gesehen und diskutiert in zwölf der 16 Städten und Gemeinden.
Unter den Preisträgern - sowohl bei den Bauherren wie den Architekten - gibt es Mehrfachtäter
So wurde zum wiederholten Mal ein Bauwerk der Familie Keilbach (Dörzbach) ausgezeichnet. Nach Einfamilienhaus (2000), Büro (2008) und Gewerbehalle (2016) nun ein Lagergebäude (2020). Die Stadt Künzelsau erhält eine Plakette (samt Bohrschablone und Befestigungen) für den wohl schönsten Bauhof. Nach Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann tritt Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck mit seiner Frau und den Architekten Ulrich Schimmel und Stefanie Pawlenka nach vorne. Familie Beck hat im Rahmen des Projekts "Scheune sucht Freund" eine Scheune vorbildlich zum Wohnraum umgenutzt. Zu den Großprojekten gehört die Schule in Kupferzell, aber auch das Kocherwerk Ernsbach, nun Museum mit gestaltetem Vorplatz, und die Pfedelbacher Festhalle Nobelgusch werden künftig von Plaketten geziert.
Das Dorfgemeinschaftshaus Hermuthausen hat mit den vielen unterschiedlichen Anforderungen das Architektenteam Knorr & Thiele (Öhringen) vor Herausforderungen gestellt. Nach ihren Plänen wurde auch das Feuerwehrhaus Baumerlenbach gebaut. Die Pläne für den neuen Kindergarten Kocherstetten hat Eberhard Demuth gezeichnet. Es würden sich Erzieherinnen explizit für diesen Kindergarten bewerben, versichert die zuständige Verwaltungsmitarbeiterin.
Roland Steinbach gehört zu den Menschen, die an diesem Abend mehrere Funktionen erfüllen
Als Bauherr nimmt er mit Frau und Sohn die Auszeichnung für die umgebaute Büroscheune in Öhringen-Obermaßholderbach in Empfang. Als Vorsitzender der einladenden Architektenkammer darf er anschließend in die Ausstellung und zu Wein und Häppchen einladen.
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