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Öhringen

Andrang im Öhringer Freibad hält sich in Grenzen

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Seit Montag hat das Öhringer Freibad H2Ö wieder geöffnet. Es gibt aber noch viel Platz auf den Liegewiesen und in den Schwimmbecken.

Bei 21 Grad Wassertemperatur ziehen die Freundinnen Eldana Zmiric und Nina Possemato ihre Bahnen während ihre Kinder nebenan plantschen. 
Fotos: Katrin Draskovits
Bei 21 Grad Wassertemperatur ziehen die Freundinnen Eldana Zmiric und Nina Possemato ihre Bahnen während ihre Kinder nebenan plantschen. Fotos: Katrin Draskovits  Foto: Draskovits, Katrin

„Ich liebe das Freibad“, jubelt die siebenjährige Pia und hüpft am Dienstag strahlend hinab ins Nichtschwimmerbecken. Dort sind bereits ein Dutzend andere Kinder und toben im Wasser. Passend zum guten Wetter hatte am Montag das Öhringer Freibad die Saison 2021 eröffnet, als erstes Freibad im Hohenlohekreis. Die stabile Inzidenz unter 100 macht’s möglich. Am zweiten Tag nach der Eröffnung ist der Andrang noch überschaubar. Die Gäste, die gekommen sind, zeigen sich jedoch mehr als zufrieden.

Freibad-Regeln

Es ist kurz nach 12 Uhr, als Sylke Diem an der Kasse des Freibads steht und ihren Impfausweis zückt. „Gerade sind ja Ferien, das nutze ich natürlich aus“, sagt die Lehrerin aus Obersulm und ergänzt: „Es ist bemerkenswert, wie gut es hier organisiert ist, ich war am Montag schon hier.“ Mit ihr waren am Tag der Wiedereröffnung etwa 120 Leute im Strandbad. „Pro Block dürften 350 Menschen rein“, erklärt Betriebsleiter Christian Hanselmann die Regeln. Ein Block, das ist in Öhringen ein Zeitraum von dreieinhalb Stunden. Drei Blöcke gibt es über den Tag verteilt, dazwischen ist je eine halbe Stunde Pause, um alles zu reinigen und zu desinfizieren.


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Am Dienstag haben sich für den ganzen Tag rund 140 Menschen angemeldet. „Es ist noch recht überschaubar“, sagt Hanselmann dazu. An was das liege, sei nicht ganz klar. „Vielleicht an den drei Gs, nach denen sich alle richten müssen.“ Denn genesen, geimpft oder getestet muss man sein, um ins Freibad zu dürfen. Für jene, die sich am Dienstagmittag dort tummeln, scheint das kein Problem zu sein. „Ich bin genesen“, erzählt Beata Polny.

Auch Sonnenanbeter kommen bei dem Wetter auf ihre Kosten.
Auch Sonnenanbeter kommen bei dem Wetter auf ihre Kosten.  Foto: Draskovits, Katrin

Die Rentnerin sitzt auf der Wiese, sonnt sich und erzählt von Lungenproblemen, die von der Corona-Infektion geblieben sind: „Eine Woche war ich im Krankenhaus.“ Weniger schlimm verlief die Infektion bei Rico Holdt, der sich einige Meter weiter auf der Liegewiese sonnt und ebenfalls genesen ist. Der 37-Jährige war bereits am ersten Tag da. „Es war gestern schon wirklich toll“, erzählt der Pfedelbacher, „das Wetter war gut, das Wasser warm, heute ist es genauso“, sagt er.

Glückliche Freibadbesucher

Eldana Zmiric zieht mit Freundin Nina Possemato ihre Bahnenim Schwimmbecken. Sie findet das Wasser noch etwas zu kalt. Beide haben zwei Kinder dabei, die im Nichtschwimmerbecken toben, wo sie von Michaela Dautel beobachtet werden. Die Rettungschwimmerin arbeitet seit 2001 im Öhringer Bad. Und sie hat bemerkt, wie glücklich das offene Freibad die Menschen macht. „Aber klar, uns hier hat das auch gefehlt“, sagt sie. „Ich mache meinen Job ja wirklich gerne, es ist ein bisschen wie im Urlaub.“ Mit weiter steigenden Temperaturen kämen auch mehr Menschen. „Richtig voll wird es immer erst ab 30 Grad.“

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