Zwei Heilbronner Freibäder dürfen ab Freitag öffnen
Badegäste können die Freibäder Neckarhalde und Kirchhausen in Heilbronn ab Freitag unter Auflagen besuchen. Das Freibad Gesundbrunnen bleibt geschlossen - der Grund dafür ist bei der Auslastung zu suchen.
Nachdem der Badespaß im Landkreis Heilbronn vielerorts schon losgegangen ist, dürfen zum Wochenende auch zwei Heilbronner Freibäder öffnen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in der Stadt stabil unter 100, der Trend ist sinkend.
"Viele Leute freuen sich sehr auf die Öffnung der Freibäder, und jetzt passt auch das Wetter langsam dazu", sagt Carina Neumann von den Stadtwerken Heilbronn (SWH). Am 4. Juni ist es in den Freibädern Neckarhalde und Kirchhausen so weit, das Frühschwimmen in der Neckarhalde startet am 7. Juni. Tickets für den Freibadbesuch können seit Dienstag im Online-Shop gekauft werden.
32 Prozent Auslastung im Sommer 2020
Das Freibad Gesundbrunnen öffnet dieses Jahr nicht. 2020 seien die drei Heilbronner Freibäder nicht voll ausgelastet gewesen, über die ganze Saison gerechnet habe die Auslastung nur 32 Prozent betragen, begründen die SWH die Entscheidung. Die Hygieneauflagen würden außerdem zusätzlichen Personalbedarf verursachen.
Das Corona-Konzept in den Freibädern ist ähnlich wie im letzten Jahr. Einzeltickets für bestimmte Zeitfenster gibt es auf der Webseite der Heilbronner Bäder, damit sich vor den Eingängen keine Warteschlangen bilden und Kontakte nachverfolgt werden können. Saison- und Jahreskarten gibt es in diesem Jahr nicht, lediglich für das Frühschwimmer-Zeitfenster sind Saisonkarten erhältlich.

Insgesamt dürfen nicht mehr als 650 Personen ins Freibad Neckarhalde, in Kirchhausen sind bis zu 250 Besucher erlaubt. Frühschwimmer bekommen im Freibad Neckarhalde das Zeitfenster von 6 bis 10 Uhr, anschließend gibt es zwei weitere Intervalle von 11 bis 15 Uhr und von 16 bis 20 Uhr. Am Wochenende gehen die Zeitfenster von 10 bis 14 Uhr und von 15 bis 19 Uhr.
Das Freibad Kirchhausen können Gäste mit Ticket die ganze Woche von 14 bis 19 Uhr besuchen. Neben der bekannten Hygiene- und Abstandsregeln müssen die Freibadgäste zudem nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder tagesaktuell negativ getestet sind.
Schwimmkurse können ebenfalls wieder gebucht werden
Eine dringende Priorität sieht Carina Neumann von den SWH bei den Schwimmkursen. Die Kapazitäten seien hier hochgefahren worden. "Ab 14. Juni startet das Schwimmkurs-Programm im Soleo und Hallenbad Biberach. Das ist der frühstmögliche Zeitpunkt, wir geben da Gas", sagt Neumann. Ab dem 4. Juni können Schwimmkurse im Online-Shop gebucht werden. Sie werden in Zusammenarbeit mit Vereinen durchgeführt. Ab Anfang Juni startet außerdem der Vorverkauf von Einzeltickets und Frühschwimmer-Saisonkarten im Soleo.
Ob die Zahl der Freibadgäste im Vergleich zum Corona-Sommer 2020 steigt, gleichbleibt oder sinkt, ist noch unklar. Die SWH gehen aber generell von ähnlichen Besucherströmen wie im letzten Jahr aus, zumal die Auflagen in der Corona-Verordnung ebenfalls fast gleich geblieben sind. Sollte die Stadt Heilbronn drei Tage in Folge wieder über dem Inzidenzwert von 100 liegen, müssen die Bäder wieder schließen.
Ticket-Verkauf: Informationen zum Hygienekonzept, Corona-Auflagen und Tickets gibt es unter www.heilbronner-baeder.de.
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Stimme.de
Kommentare
Markus Henkel am 02.06.2021 09:37 Uhr
"2020 seien die drei Heilbronner Freibäder nicht voll ausgelastet gewesen". Das widerspricht etwas dem Stimme-Artikel vom 14. August 2020, wo berichtet wird "Die Besucher strömen zurzeit bei den hohen Temperaturen in Scharen in die Bäder, immer im Rahmen der reduzierten Kapazitäten. "Die Zeitfenster nachmittags sind in allen drei Heilbronner Freibädern meist ausgebucht", berichtet Bäderleiterin Ursula Stiefken."
Freibäder sind immer ein Saisongeschäft, das von gutem Wetter lebt. 2020 kam hinzu, dass nur eine sehr begrenzte Anzahl Besucher gleichzeitig eingelassen werden durfte, aufgeteilt in mehrere Schichten. Zudem begann die Saison erst 6 Wochen später Mitte Juni. Das reduziert natürlich die tatsächlichen Besucherzahlen gegenüber den theoretisch möglichen deutlich, bedeutet aber nicht, dass die Bäder nicht ausgelastet gewesen wären. Ein Freibad das geschlossen oder ausgebucht ist, kann man nicht besuchen. Immerhin gab es oft genug heiße Tage, an denen man für kein Heilbronner Freibad mehr Tickets bekam, weil eben alle Bäder unter Corona-Bedingungen voll ausgelastet waren.
Mit der Schließung des Freibads Gesundbrunnen bleibt das Geschmäckle, dass mit diesem Test vielleicht geschaut werden soll, ob nicht auch ein großes Freibad (Neckarhalde) für die Stadt ausreicht. Das Freibad Kirchhausen arbeitet aufgrund des hohen Engagements des Förderverein ohnehin mit reduzierten Kosten. Dass man die Bürgerinnen und Bürger in Böckingen, Neckargartach, Frankenbach, HN-Nord und Neckarbogen abhängt, scheint einkalkuliert, ist jedoch äußerst bedauerlich. Wenn sich dann mittelfristig das Freibad Gesundbrunnen als verzichtbar erwiesen haben wird, kann die Stadt das Gelände ja als Baugrund umwidmen um die "Lücke" zwischen den geplanten Baugebieten "Hochgelegen" (ehemals Nonnenbuckel) und Fleischbeil zu schließen.
Diesbezügliche Gerüchte gibt es immer wieder (HSt vom 1. Juni 2017 "Zuletzt kamen immer wieder Gerüchte auf, das Freibad unterhalb des Klinikums werde geschlossen."). Es bleibt zu hoffen, dass es anders kommt und Heilbronn dieses schöne Freibad mit dem alten Baumbestand erhalten bleibt.