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Unterstützung ist gefragt bei Betreuungsnotstand 

  
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Ein Kindergarten in Pfedelbach-Heuberg kämpft mit Personalnot. Sich bei der Kinderbetreuung gut aufzustellen, wird für Kommunen immer wichtiger, findet unsere Autorin.

Im Naturkindergarten in Heuberg gibt es derzeit kein Personal. Foto: Archiv
Im Naturkindergarten in Heuberg gibt es derzeit kein Personal. Foto: Archiv  Foto: Jani, Stefanie

Was sich derzeit in einem Pfedelbacher Kindergarten abspielt, ist die traurige Folge jahrelanger Fehlpolitik – unter anderem von oben gesteuert. Während man sich in Verwaltungen auf verschiedenen Ebenen oft mit neuen Bildungsplänen und Vorgaben beschäftigt, sind Fachkräfte am Limit. Sie arbeiten mit immer weniger Kollegen, die Vorgaben steigen ebenso wie die Erwartungen der Eltern an Einrichtungen. Das ist nichts Neues.

Kreative Ansätze sind bei Kinderbetreuung gefragt 

Deshalb liegt es vor allem an den Trägern, ihre Kräfte zu unterstützen. Sie müssen ebenso um Fachkräfte buhlen wie in der freien Wirtschaft. Natürlich ist es gerade bei gemeindlichen Trägern schwierig, etwa Erzieher anders zu behandeln als Bauhofmitarbeiter. Doch: Es muss nicht der Geldbeutel sein, auch kleine Dinge können viel bewirken. Wäre es denkbar Eltern mehr einzubinden? Kreative Ansätze und Lösungen sind nötig. Was viele vergessen: In erste Linie leiden Kinder. Sie merken es vermutlich am schnellsten, wenn die Betreuungskraft am Limit ist oder sie ständig von neuen Kräften betreut werden. 

Letztlich profitiert wiederum die Gemeinde von funktionierenden Kindergärten. Sie ist es, die sich gut aufstellen muss in Sachen Betreuung für die Zukunft. Denn spätestens wenn die Kinderzahlen nicht mehr explodieren, werden sich Eltern aussuchen können, wo sie ihr Kind betreuen lassen. 

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