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Noch diesen Herbst will die Deutsche Giganetz (DGN) mit dem Glasfaser-Ausbau in Künzelsau beginnen. Besser gesagt in Gaisbach, Taläcker, Nagelsberg und der Kernstadt. Alle anderen Teilorte und Weiler sind entweder bereits angeschlossen oder sollen anderweitig ans schnelle Internet kommen.
Die DGN weist auf Nachfrage der HZ zudem darauf hin: „Auch innerhalb unseres Ausbaugebietes gibt es einzelne Bereiche, die bereits mit Glasfaser ausgebaut wurden oder noch mit Fördermitteln ausgebaut werden – in diesen Fällen aber nicht durch die Deutsche Giganetz. Überbau, also das doppelte Legen von Leitungen, widerspricht unserer Philosophie“, so Ronja Wiedbrauk von der Pressestelle des Unternehmens.
Glasfaserausbau in Künzelsau: Falsch versendete Briefe und Handyanrufe irritieren die Menschen
Zuletzt hat die DGN Hausbegehungen durchgeführt. Dabei wird vor Ort mit den Hausbesitzern besprochen, wo beispielsweise der Glasfaser-Anschluss ins Gebäude geführt werden soll und welche baulichen Schritte nötig sind. Bei der Kontaktaufnahme zu den Besuchen jedoch kam es zu Irritationen: So wurden beispielsweise Hausbesitzer in Belsenberg kontaktiert. Doch dort baut die DGN gar nicht. Auch seien die Anrufe, das berichtete unter anderem Stadtrat Rainer Süßmann dem Gemeinderat, von einer Handynummer ausgegangen. Gemeldet habe sich eine Firma namens Euronet. Von der habe man noch nie gehört. Das stifte Verwirrung und Misstrauen. Bürgermeister Stefan Neumann sagte damals: „Das irritiert uns auch.“
„Überbau, also das doppelte Legen von Leitungen, widerspricht unserer Philosophie.“Ronja Wiedbrauk
Unserer Redaktion bestätigt die DGN, dass es sich bei der Euronet Bau um das Generalunternehmen handele, dass im Auftrag der DGN den Glasfaserausbau in Künzelsau realisiere. „Die Experten der Euronet Bau, die die technischen Hausbegehungen bei den Kundinnen und Kunden durchführen, arbeiten in unserem Auftrag und können sich jederzeit ausweisen“, erklärt Sprecherin Wiedbrauk. Sie räumt außerdem ein: „Leider wurden aufgrund einer nicht korrekten Selektion der Postleitzahlen zu viele Kundinnen und Kunden kontaktiert. Dies haben wir aber daraufhin in einem weiteren Schreiben korrigiert.“
Deutsche Giganetz kritisiert Verhalten eines Konkurrenten in Künzelsau
Doch auch auf Seiten der DGN kam es zu Irritationen: Es käme in Künzelsau zu „fragwürdigen Haustürbesuchen eines Wettbewerbers“, den die DGN nicht namentlich nennt. Es würden „unwahre Aussagen über die Deutsche Giganetz GmbH verbreitet“.
Um was geht es konkret? Offenbar werde behauptet, dass die bloße Bauaktivität eines Wettbewerbers in der Nachbarschaft ein Sonderkündigungsrecht auslöse. Die DGN betont: „Ein Sonderkündigungsrecht gemäß dem von uns übermittelten personalisierten Schreiben“ bestehe nur, wenn der Wettbewerber den entsprechenden Adresspunkt zeitlich vor der DGN ans Netz anschließe. Eine Bautätigkeit etwa in der Gegend oder Straße alleine reiche nicht aus.
Deutsche Giganetz betont: Fremde Bautätigkeit führt nicht zu Sonderkündigungsrecht
Außerdem weist die DGN darauf hin, dass sie „niemals Blankoschreiben bezüglich Sonderkündigungsrechten ausgestellt hat. Unsere Dokumente sind personalisiert und individuell einem Vertrag zugeordnet.“ Sollte Kunden ein angebliches Blankoschreiben vorgelegt werden, handele es sich nicht um ein offizielles Dokument des Unternehmens.
Wie viele Kunden genau davon betroffen seien, darüber hat die DGN keine Informationen. „Uns haben einzelne Rückmeldungen erreicht, die wir sehr bedauern“, erklärt Ronja Wiedbrauk.
Sind Glasfaser-Verträge, die vor längerer Zeit abgeschlossen wurden, noch gültig?
Allerdings bleibt die Frage, wie viele der abgeschlossenen Vorverträge mit dem Unternehmen überhaupt noch bindend sind? Denn die Vermarktungsphase liegt schon einige Zeit zurück. „Laut deutschem Recht ist ein Kunde nur maximal 24 Monate an Verträge gebunden. Sollte der Vertrag mehr als zwei Jahre vor Bau abgeschlossen worden sein, akzeptieren wir eine Kündigung natürlich“, räumt die DGN ein.
Grundsätzlich vergehe aber beim Glasfaserausbau vom Vertragsschluss bis zu dem Zeitpunkt, wo der Kunde tatsächlich angeschlossen werde immer etwas Zeit. Das könne „im Einzelfall Monate bis Jahre dauern, da der Bau eines solch umfassenden, kostenintensiven digitalen Infrastrukturprojektes“ sorgfältig geplant, genehmigt und umgesetzt werden müsse.
Verschiedene Wege zum Glasfaser-Anschluss
Neben dem privatwirtschaftlichen Glasfaser-Ausbau durch die Deutsche Giganetz, baut auch die Stadt selbst mit Hilfe von Fördermitteln die Breitband-Infrastruktur aus. Mit dem Programm „Weiße Flecken“ wird der Ausbau von Adressen mit einer Internetgeschwindigkeit bis zu 30 Mbit/s gefördert. Das sind Rodachshof, Siegelhof, Büttelbronn und Wolfsölden, Ohrenbach, Rappoldsweiler Hof, Falkenhof, Bienenhof, Mäusdorf, Etzlinsweiler, Unterhof und Weckhof. Mit dem Programm „Graue Flecken“ gibt es schnelles Internet für alle, die noch unter 100 Mbit/s liegen. Das sind die Gebiete und Ortschaften Am Seeleswald, Garnberg West, Gaisbach Ost, Oberhof, Morsbach, Amrichs-hausen, Berndshausen, Kügelhof, Kocherstetten Süd, Schloss Stetten, Nitzenhausen, Laßbach, Belsenberg (sechs Anschlüsse).Mit Landesförderung abgeschlossen wurden bereits Steinbach, Sonnhofen, Vogelsberg und Kemmeten. Weitere Gebiete wurden von der Stadt im Zuge von anderen Baumaßnahmen mit der für Glasfaser nötigen Infrastruktur versehen. Das betrifft den größten Teil von Belsenberg, Sudetenhalde, Teile der Künzelsauer Innenstadt, der Mainzer Straße, von Taläcker und von Gaisbach. Die Stadt verpachtet ihre selbst errichtete Infrastruktur im sogenannten Betreibermodell an Telekommunikationsunternehmen. Bei der entsprechenden Ausschreibung hat Netcom den Zuschlag erhalten. Die Deutsche Giganetz hatte sich nicht beworben.
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