Trauerfeier für Frank Winkler: Hunderte nehmen Abschied von Annâweech-Sänger
Der Tod von Frank Winkler, Sänger der Mundartband Annâweech, hat Trauer in Hohenlohe hervorgerufen. Am Donnerstag nahmen die Menschen auf dem Friedhof in Forchtenberg Abschied.
Die Menschen in Hohenlohe haben am Donnerstagvormittag Abschied genommen von Frank „Molle“ Winkler. Der Tod des Frontmanns der Mundart-Band Annâweech hatte emotionale Reaktionen ausgelöst. Der Trauerfeier auf dem Friedhof in Forchtenberg, Winklers Heimatort, haben geschätzt bis zu 500 Gäste beigewohnt – bei regnerischem Wetter, aber auch mal aufgelockertem Wolkenhimmel.
Hohenloher nehmen Abschied von Annâweech-Sänger Frank Winkler
„Dei Mussich klingt weiter, aa wenn dâ letschde Ton vêrschdummt isch“, heißt es auf der Traueranzeige wie auch auf dem Liedblatt bei der Trauerfeier. Dass die Zeilen auf Hohenlohisch verfasst sind, verwundert im Falle Winkler nicht – er galt als derjenige in Hohenlohes bekanntester Mundartband, der Annâweech maßgeblich vorangetrieben hat und sich seit langem Gedanken um den Erhalt des Dialekts gemacht hat.

Auch auf dem Friedhof in Forchtenberg „ging es um seine Verdienste als Botschafter des Hohenlohischen“, berichtet Edmund Reinhard, der bei der Trauerfeier zugegen war. Reinhard besuchte regelmäßig Annâweech-Konzerte, auch das zum 30-jährigen Jubiläum der Band in Geddelsbach im Mai 2025 – mit Winkler an Gitarre und Gesang. „Da war er noch voll im Einsatz.“
Annâweech-Musik bei Trauerfeier für verstorbenen Frontmann Frank Winkler
„Hervorgehoben wurde auch, was Frank Winkler für Forchtenberg getan hat, wie er etwa bei der Flurbereinigung aktiv war“, berichtet Reinhard. „Und auch, dass jede Nachsitzung des Gemeinderats in Winklers Weinstube stattgefunden hat.“ Dort hatte der Verstorbene als Wirt ein offenes Ohr für seine Gäste.
Untermalt von Annâweech-, aber auch rockigeren Klängen haben Hunderte Gäste am Grab Abschied genommen. „Gute Nacht, Freunde“ von Reinhard Mey taucht etwa im Liedblatt auf – und, wieder auf Hohenlohisch, „Dankschee, dass’d dôô wôôrsch.“
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