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Jagsttalbahn nimmt mit Bahnübergang nächste Hürde

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Erster neuer Bahnübergang über die Marie-Curie-Straße in Dörzbach ist fertiggestellt. Im Jubiläumsjahr „125 Jahre Jagsttalbahn“ geht es für die Museumsbahn wieder ein paar Meter weiter Richtung Krautheim.

Ganz unauffällig in die Straße eingelassen: Der neue Bahnübergang in der Marie-Curie-Straße ist inzwischen fertiggestellt.
Ganz unauffällig in die Straße eingelassen: Der neue Bahnübergang in der Marie-Curie-Straße ist inzwischen fertiggestellt.  Foto: Ludwig, Tamara

In Dörzbach haben die Jagsttalbahnfreunde zuletzt wieder Fortschritte gemacht, was den Gleisbau und den damit zusammenhängenden Wiederaufbau der Strecke für ihre Museumsbahn angeht. Im November wurde der – erste gänzlich neue – Bahnübergang in die Marie-Curie-Straße eingebaut. Denn die Marie-Curie-Straße sowie das interkommunale Gewerbegebiet von Dörzbach und Krautheim, in dem die Straße sich befindet, gab es noch nicht, als die Jagsttalbahn noch in Betrieb war. Die Kosten für den Bau liegen laut Gemeindeverwaltung bei 106 080 Euro, davon trägt das Land 70 720 Euro, die Jagsttalbahn AG 35 360 Euro.

Gleisbau der Jagsttalbahnfreunde läuft weiter 

Nach intensiven Vorbereitungen sei die Straße in zwei Abschnitten an die neue Querneigung angepasst worden, berichtet der Verein. Danach seien während einer Vollsperrung vier sogenannte Gleistragplatten eingesetzt worden. Dabei handelt es sich um Beton-Fertigteile, die auch bei schwerem Lkw-Verkehr eine langfristige Lösung garantieren sollen. Die Straßenbauarbeiten wurden durch eine Fachfirma, die Gleisbauarbeiten durch den Verein geleistet. Nun stehe dem weiteren Gleisbau Richtung Klepsau nichts mehr im Wege.

Erfolgreiche Gleisbaustein-Spendenaktion

Die Vorbereitung der vorhandenen Schienen für etwa 400 Meter Gleis wurden vom Verein noch im Dezember abgeschlossen. Da die Schienen gebraucht und unterschiedlich abgenutzt sind, musste man alle Schienen vermessen und katalogisieren. „Danach werden passende Schienen zusammengepuzzelt“, so der Verein. „Auch für den Bereich danach haben wir uns bereits um Schienen bemüht: Entlang der Strecke von Jagsthausen nach Olnhausen hatte die SWEG kurz vor Betriebseinstellung gebrauchte Schienen zum Tausch verteilt“, wegen der Betriebseinstellung 1988 seien sie aber nicht mehr verbaut worden. „Diese Schienen haben wir nun auf einer Länge von gut 350 Metern geborgen.“

Den Blick auf Krautheim gerichtet: Die Zielrichtung der Jagsttalbahnfreunde ist klar. Nach Krautheim soll es gehen.
Den Blick auf Krautheim gerichtet: Die Zielrichtung der Jagsttalbahnfreunde ist klar. Nach Krautheim soll es gehen.  Foto: Ludwig, Tamara

Um die restlichen Materialien sowie weitere anfallende Kosten finanzieren zu können, haben die Jagsttalbahnfreunde wieder eine Gleisbaustein-Spendenaktion ausgerufen. Mit einer Spende von 200 Euro wird ein Meter Gleis finanziert und der Spender erhält dafür eine Urkunde mit historischem Motiv. „Die bis zum Jahreswechsel eingegangenen Spenden haben es bereits ermöglicht, die Schwellen für den Bauabschnitt zu bestellen und damit zeitnah mit dem Weiterbau voranzukommen.“

Jagsttalbahn wird in diesem Jahr 125 Jahre alt

Denn, das betont Michael Rothenhöfer auf Nachfrage unserer Redaktion: 2026 wird die Jagsttalbahn 125 Jahre alt. Und das Jubiläum möchte man selbstverständlich gebührend begehen. „Deshalb gibt es an den beiden letzten Aprilwochenenden Dampfbetrieb und wir werden ein Stückchen weiter über den neu eingebauten Bahnübergang an der Marie-Curie-Straße fahren können.“

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