Stimme+
Tarifstreit
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Beschäftigte der Autobahn GmbH streiken – Aktion in Öhringer Meisterei geplant

   | 
Lesezeit  1 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Am Donnerstag treffen sich Beschäftigte der Autobahn GmbH des Bundes zum Streik. Die Aktion bei der Autobahnmeisterei in Öhringen soll den Druck in den Tarifverhandlungen erhöhen.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Die Tarifverhandlungen bei der Autobahn GmbH des Bundes haben bisher kein Ergebnis gebracht. Deshalb haben die beiden Gewerkschaften VDStra und DBB die Beschäftigten im Südwesten Deutschlands für Donnerstag zum Streik aufgerufen. 

Streikaktion bei der Autobahnmeisterei in Öhringen: 300 Teilnehmer erwartet

Für Mitarbeiter aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland findet die Streikaktion bei der Autobahnmeisterei in Öhringen statt. Dort werden rund 300 Teilnehmer erwartet, wie Streikleiter Robert Wendling erklärt. „Wir sind gespannt und hoffen, dass viele kommen.“

Wendling ist auch stellvertretender Dienststellenleiter der Autobahnmeisterei in Öhringen. Die Aktion ist von 11 bis 13 Uhr angesetzt, es wird eine Kundgebung sowie eine Kleinigkeit zum Essen und Trinken geben.

Streik der Autobahn-GmbH-Beschäftigten: Auswirkungen für Autofahrer wohl gering

Autofahrer werden von dem Streik voraussichtlich wenig merken. „Da die Fahrbahnsituation bei uns auf der A6 ohnehin prekär ist, haben wir einen Notdienst. Dazu sind wir auch verpflichtet“, erklärt Wendling. Dieser rücke zum Beispiel auch bei Schnee zum Räumen aus. „Die Autofahrer sind aber ohnehin froh, wenn wir nicht auf der Strecke im Einsatz sind.“

Die Gewerkschaften fordern von der bundeseigenen Gesellschaft sieben Prozent mehr Lohn mit einer Mindesterhöhung von 300 Euro bei einer Laufzeit von einem Jahr. Die Ausbildungsvergütung soll ebenfalls um 300 Euro erhöht werden. Weitere Forderungen sind, dass übernommene Azubis in eine höhere Lohngruppe eingestuft werden, die Einführung einer arbeitgeberfinanzierten Krankenzusatzversicherung sowie eine Zulage für Vertretungen. 

Tarifstreit zwischen Autobahn GmbH und Gewerkschaften: Aktion in Öhringen

Die zweite Verhandlungsrunde fand am 6. Februar statt. „Trotz intensiver Gespräche ist in zentralen Punkten jedoch weiterhin keine Einigung erkennbar“, heißt es in der Mitteilung der Gewerkschaften. Das sieht Wendling ähnlich: „Wir sind noch nicht dort, wo wir sein wollen.“ Die angebotene Laufzeit sei noch zu lang.

Die Autobahn GmbH hatte in der zweiten Verhandlungsrunde sieben Prozent Lohnsteigerung angeboten, allerdings bei einer Laufzeit von 29 Monaten. Die Forderungen der Gewerkschaften seien „mit der finanziellen Verantwortung eines Bundesunternehmens nicht vereinbar“. 

Auch die an den Verhandlungen beteiligte Gewerkschaft Verdi hat für diese Woche zu einer bundesweiten „Streikwoche“ bei der Autobahn GmbH aufgerufen. In einigen Bundesländern wurden die Autobahnmeistereien bereits am Mittwoch bestreikt. 

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben