Karten
Für die zweite Prunksitzung am Freitag, 23. Januar, ab 20 Uhr, gibt es noch wenige Karten. Sie können in dieser Woche unter 079433928 zwischen 18 und 20 Uhr bestellt werden. Die dritte Prunksitzung am Samstag, 24. Januar, ist ausverkauft.
Bei ihrer ersten Prunksitzung stellen die Aschhäuser Nachtwächter ein vierstündiges Programm auf die Bühne. Ganz freimütig und ohne falschen Ehrgeiz übertragen sie den Spaß, den sie haben, aufs Publikum.
Gegen 23 Uhr ziehen sich die Männer Eisbärenkostüme an, für den letzten Auftritt vor der zweiten Pause – es wird eine etwa achtminütige Choreographie, die sie wahrscheinlich auch ohne den falschen Pelz ins Schwitzen gebracht hätte.
Dazu kommt: Seit das letzte Mal Türen und Fenster geöffnet wurden, haben die Aschhäuser Nachtwächter vier Tänze und Sketche aufgeführt. Es ist heiß und die Luft ist stickig im Gemeindehaus Aschhausen in der Gemeinde Schöntal. Der Raum ist eigentlich viel zu klein für das Programm und den Aufwand der Prunksitzung der Aschhäuser Nachtwächter am Samstagabend.
Etwa 150 Menschen sitzen an den Tischen. Wie nach den meisten der 17 Programmpunkte fordern sie eine Zugabe nach dem Auftritt der „Gmischden Gruppe“, also einer Tanzgruppe aus Männern und Frauen, die dem Leben auf der Arktis huldigt.
Die Aschhäuser Nachtwächter stemmen ihr Programm komplett selbst: Keine Gruppen anderer Faschingsgesellschaften treten auf. „Manche machen mit, die wohnen nicht mehr hier oder kommen aus einem Nachbarort“, sagt Michael Kilian, der erste Vorsitzende des Faschingsvereins – aber alle sind auf irgendeine Weise mit Aschhausen verbunden.
Auch aus Oberkessach kommen Leute. Man könnte auch „sogar“ sagen – denn die Bewohner des Nachbarorts werden bei einigen Programmpunkten aufs Korn genommen, wegen einer augenzwinkernden Rivalität der beiden Dörfer.
Das Programm besteht aus Sketchen, Tänzen und Musik: Dem, was Spaß macht – das ist den Nachtwächtern auf der Bühne anzumerken: Sie finden sich in Gruppen zusammen, weil sie Lust darauf haben und nicht, um mit astreinen Aufführungen das Publikum zu beeindrucken.
Dieses hat trotzdem seine Freude, denn der Spaß auf der Bühne ist ansteckend und die etwas mehr als vier Stunden des Programms vergehen schnell. An wenigen Stellen tauchen Längen und Unsicherheiten bei Abläufen auf und Einzelne brauchen ein Blatt, um sich an ihren Text zu erinnern. Die Darsteller bauen es in die Aufführungen ein – das passt zum ungezwungenen Abend.
Karten
Für die zweite Prunksitzung am Freitag, 23. Januar, ab 20 Uhr, gibt es noch wenige Karten. Sie können in dieser Woche unter 079433928 zwischen 18 und 20 Uhr bestellt werden. Die dritte Prunksitzung am Samstag, 24. Januar, ist ausverkauft.
„Zwischen 50 und 60 Leute stehen auf der Bühne“, erzählt Kilian. Viele davon mehrfach. Wer nicht gerade auf der Bühne steht, bedient die Gäste, steht hinter der Bar, zieht sich gerade für den nächsten Auftritt um oder schminkt die Darsteller. Am öftesten stehen dort oben aber wohl Sebastian Vogt und Simon Schiemer. Sie moderieren den Abend, treten aber auch häufig auf.
Programmpunkte gebe es genau so viele wie im vergangenen Jahr, erzählt Schiemer. Zwar sind zwei Gruppen nicht mehr dabei, es hätten sich aber zwei neue zusammengeschlossen, die die Lücken füllen. „Wir wollen das Programm nicht künstlich in die Länge ziehen.“
Das ist den Nachtwächter gelungen. Beim ersten Programmpunkt nach der zweiten Pause steigt das Publikum auf die Stühle: Mit dem Auftritt der Blaschdichgugge – der Guggenmusik-Gruppe der Aschhäuser, die mit Schlagwerk und Trompeten die Bühne fluten.
So vergehen auch die folgenden und letzten drei Programmpunkte im Nu – und ruckzuck ist Mitternacht vorbei.
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