Wollhaus in „Hässlich-Beitrag“ von NTV: Heilbronns schönste Orte gesucht
Ein NTV-Beitrag über „Deutschlands hässlichste Orte“ titelt mit einem Foto vom Wollhaus. Heilbronn ist allerdings viel mehr als das markante Gebäude in der Innenstadt. Nun sind die Stimme-Leser gefragt.
Der Nachrichtensender NTV zeigt in einem Beitrag Deutschlands hässlichste Orte und startet mit einem Foto des Heilbronner Wollhauses. Die unrühmliche Prämierung sorgt für Gesprächsstoff – denn Heilbronn hat viel mehr zu bieten als das markante brutalistische Gebäude. Nun sind die Stimme-Leser gefragt: Gesucht werden Heilbronns schönste Ecken.
Wollhaus zu hässlichem Ort gekürt – Heilbronner Leser beweisen das Gegenteil
Die Heilbronner Stimme nimmt den NTV-Beitrag zum Anlass, die Perspektive zu drehen und die Leserinnen und Leser zu Wort kommen zu lassen. Die Redaktion fragt: Wie schön ist Heilbronn wirklich? Welche Orte, Plätze oder Ausblicke machen die Stadt für ihre Bewohner besonders lebenswert?
Wer seine Meinung teilen möchte, kann dies per E-Mail an online.redaktion@stimme-mediengruppe.de tun. Gesucht sind Lieblingsorte, schöne Seiten und persönliche Geschichten, die zeigen, warum Heilbronn vielleicht doch unterschätzt wird – und mehr ist als nur das Wollhaus auf einem Foto.
NTV-Beitrag über Deutschlands hässlichste Orte: Debatte in sozialen Medien
Im Beitrag von NTV heißt es: „Viele Orte in Deutschland sind schön, einige eher nicht so. Tut man ihnen damit Unrecht?“ Der Text greift eine Diskussion über Architektur und dem subjektiven Schönheitsempfinden auf, die immer wieder in sozialen Netzwerken geführt wird und wie sie auch in Heilbronn zum Wollhaus-Gebäude geführt wird.
Das markante Gebäude in der Heilbronner Innenstadt hat eine besondere Geschichte. Die Stadt wurde während des Zweiten Weltkriegs bei einem Luftangriff im Jahr 1944 fast vollständig zerstört und später neu aufgebaut. An Stelle des früheren Stadtbads wurde das Wollhaus mit Büroturm und Einkaufszentrum nach Plänen der Philipp Holzmann AG errichtet, die feierliche Eröffnung war 1975. Bis in die 1990er Jahre galt der Komplex als beliebte Einkaufspassage. Von 100 Millionen Mark Umsatz pro Jahr ist zu lesen.
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Kommentare
Gerd Hofmann am 29.10.2025 17:44 Uhr
Mitte der 80er Jahre war HN eine respektable Einkaufsstadt: Jede Menge inhabergeführter Ladengeschäfte, Horten und Kaufhof und vor allem viele Buchhandlungen, bis die Osiander-Krake nahezu alle plattmachte. Spontan fallen mir stolze acht Buchhandlungen ein:
- Buchhandlung am Markt
- Determann
- Syhre/Zimmermann (Wilhelmstraße)
- Carmen Tabler
- Bruckmann (Wollhaus)
- Klartext (Keplerstraße)
- Leselust (Sichererstraße)
- Buchhandlung in der Deutschhofstraße
Wilfried Binder am 29.10.2025 17:27 Uhr
Sollte der Architektenentwurf von Blocher Partners zur Ausführung kommen, würde das Wollhaus zu einem architektonischen Objekt mit überregionaler Leuchtkraft, und der Stadt Heilbronn einen der schönsten und interessantesten Bauwerke im Stadtbild bringen. Die Aufenthaltsqualität und das Kaufverhalten würde dies nachhaltig verbessern.
Aber - zu früh gefreut - sind von Investorenseite leider schon wieder Anpassungen wegen gestiegener Bauzinsen angedacht.
Hoffentlich wird der Entwurf nicht zu sehr abgespeckt, oder gar längerfristig zurückgestellt, sonst bleibts weiterhin ein hässliches Entlein im "Stadtbild" von Heilbronn .... und ein Objekt für überregional negative Berichterstattung.
Günther Knapp am 29.10.2025 11:54 Uhr
Eröffnung 1975! Wer die Zeiten mitgemacht hat als es in Ludwigsburg auch Breuningerland und Marstall-Center als große Einkaufsmöglichkeiten gab, freute sich als Heilbronner (Stadt- und Landkreis) über das Wollhauscenter und fand es nicht so häßlich, wie es heute empfunden wird. Auch der Kaufhof-Supermarkt im Untergeschoß war eine durchaus gut frequentierte Einkaufsmöglichkeit. Um die Weihnachtszeit waren sogar Verkehrsregelungen hinsichtlich der Einfahrt zur Tiefgarage und des Pkw-Rückstaus erforderlich.
Das Wollhauscenter verlor immer mehr an Bedeutung und wird von den mesiten nur noch als häßlicher Betonklotz empfunden. Es liegt aber auch an den heute dort vorhandenen Geschäften, Betrieben die kaum mehr Laufkundschaft anlocken können.
Ja, die Zeiten ändern sich und die Ansichten der Menschen ebenfalls!