WLAN auf Heilbronner Marktplatz abschalten? Der Realität ins Auge blicken
Die Diskussion um eine Abschaltung des freien WLAN am Heilbronner Marktplatz ist eher ein Nebenkriegsschauplatz, meint unser Autor.
Die Diskussionen um die Bereitstellung von kostenlosem WLAN auf dem Heilbronner Marktplatz drehen sich jeher um einen Nebenkriegsschauplatz. Zwar lassen sich bei einem auf sechs Monate angelegten Pilotprojekt, das die CDU-Gemeinderatsfraktion jetzt in einem Antrag fordert, möglicherweise Erkenntnisse über das Verhalten von Personengruppen ziehen, die man an der Stelle nicht gerne sieht. Ein Pilotversuch würde die Stadt auch nichts kosten. Die Zeag als Betreiberin des Hotspots am Marktplatz könnte Geld sparen.
Kriminalität auf dem Heilbronner Marktplatz: Zu lange wurde tatenlos zugeschaut
Doch das eigentliche Kernproblem am Kriminalitätsschwerpunkt Marktplatz liegt woanders. Man hat sich viel zu spät eingestanden, dass es im Herzen der Stadt gravierende Probleme mit bestimmten Zuwanderern gibt, die für Straftaten, Ordnungswidrigkeiten und das Gefühl von Unsicherheit in der Bevölkerung verantwortlich sind. Viel zu spät sind Stadtverwaltung und eine Ratsmehrheit aufgewacht und haben konsequenteren Einsätzen von Polizei und Ordnungsdienst zugestimmt. Doch wie schwer es ist, das Ruder jetzt herumzureißen, nachdem man die Realität jahrelang verharmlost hat, dürfte jedem klar sein.

Deshalb gilt es jetzt konsequent, voller Überzeugung den spät eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Dazu gehört jetzt in erster Linie die schnelle Umsetzung der Videoüberwachung auf dem Marktplatz, die schon wieder überfällig ist.
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