Zwischen Angst und Auszeit: Warum Heilbronns Innenstadt an Bedeutung verliert
Der Erfolg von Winterdorf und Winterzauber in Heilbronn sind auch ein Zeichen für den Bedeutungsverlust der Innenstadt, meint unser Autor.
Der rasende Wandel in Technik, Wirtschaft und Gesellschaft, lässt in diesen Tagen die Menschen ratlos und mutlos zurück. Die Ängste vor der Zukunft nehmen zu, das Altvertraute, das Zuversicht und Geborgenheit gibt, schwindet. Das Thema Sicherheit ist beim Gang durch Heilbronn inzwischen allgegenwärtig.
Warum Konzepte am Rande der Stadt Heilbronn erfolgreich sind
Diese Entwicklung erklärt, warum Konzepte am Rande der Stadt wie das Winterdorf, der Winterzauber, aber auch der Weihnachtszirkus in der Region solch einen Erfolg feiern. Dort finden Bürger ob Groß, ob Klein eine echte Auszeit vom Alltag. Ein Abend in schönem Ambiente, unter gutgelaunten friedlichen Menschen, die gemeinsam feiern wollen.
Für die Innenstädte ist dies eine gefährliche Entwicklung. Der Bedeutungsverlust hält an. Umso wichtiger sind innovative und mutigen Konzepten zum gegenzusteuern. Doch diese Entwicklung ist in Heilbronn nicht in Sicht. Anstelle gemütlicher Plätze im Zentrum, schaffen die Verwaltungen neue Gesetze.
Gespannt sein darf man in diesem Zusammenhang auf das angekündigte neue Sicherheitskonzept. Dieser Ungeist erstickt aber zunehmend alles, was unsere Gesellschaft erfolgreich gemacht hat. Deshalb wird es höchste Zeit, dass der Bürokratieabbau energisch umgesetzt wird. Die Krise der deutschen Wirtschaft ist Mahnung genug.
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Kommentare
Jan Euchler am 30.12.2025 09:27 Uhr
Könnte man nicht das Winterdorf in die Innenstadt holen? In Seiffen (Erzgebirge) z.B. gibt's Glühwein und Bratwurst bis in den Februar. Ich frag' ja nur...
Thomas Wiedemann am 30.12.2025 08:45 Uhr
Dem ist so, sehr treffend dargestellt. Die Innenstadt hat Potential, viele reden mit, aber keiner trifft strategische und richtungsweisende Entscheidungen. Bsp. Pferdemarkt: Da wird argumentiert dass die Kosten der Sicherung so hoch sind…und keiner zieht günstigere Lösungen in Betracht. Es ist eine Empfehlung, kein Gesetz. Der neue Standort und der reduzierte Umfang ist ein Schlag ins Gesicht der 150.000 Besucher. Und wenn dann argumentiert wird, dass 60.000 in 2026 ja auch reichen würden…der versteht sein Handwerk und seinen (Arbeits)Auftrag nicht. Wer glaubt das Negativwerbung ja auch Werbung ist sollte sich vielleicht mal kritisch hinterfragen.