Einkaufsansturm vor Heiligabend? So ist die Lage in der Heilbronner Innenstadt
Weihnachtseinkauf in Heilbronn: Kurz vor Heiligabend besorgen viele noch die letzten Geschenke. Teils geplant, teils spontan mit unterschiedlichen Strategien.
Auch dieses Jahr hat man zwei Tage vor Heiligabend wieder zahlreiche Menschen mit vollen Einkaufstüten beobachten können. Weihnachten ist jedes Jahr und so stellt sich die Frage: Warum kaufen Menschen so kurz vor dem Fest noch ein und stellen sich freiwillig in die langen Schlangen an den Kassen?
„Wir sind fix und fertig“, sagt eine junge Frau. Sie kommt aus der Galeria Kaufhof in der Fleiner Straße. In ihren Händen haben sie und ihre Begleitung jeweils zwei volle Tüten mit Einkäufen. Und dann sind sie auch schon in der Menge vor der Stadtgalerie verschwunden. Ein Mann mittleren Alters kommt ebenfalls aus dem Galeria Kaufhof. „Ich bin ganz müde, danke“, sagt er und geht weiter, während er eine Einkaufstüte aus Papier festhält.

Mit Urlaub lässt sich der Weihnachtseinkauf in Heilbronn gelassen überstehen
Sehr gelassen hingegen steht Peter Spechtenhausser vor der Buchhandlung Osiander. Er habe zusammen mit seiner Frau die letzten Weihnachtsgeschenke besorgt. Stress machten die beiden sich aber nicht, denn sie haben Urlaub und bereits im Vorfeld geplant, in welche Läden sie müssen. Bei ihnen laufe es jetzt sehr entspannt ab, „davor hatten wir einfach keine Zeit“, sagt Spechtenhausser.
„Wir gehen gerne in die Stadt zum Einkaufen, damit die Läden erhalten bleiben“, sagt Peter Spechtenhausser. Dann genießen sie auch die vorweihnachtliche Stimmung in Heilbronn. Was ihm auffalle, seien die Jugendlichen, die in ihren Cliquen gemeinsam einkaufen gehen und eine gute Zeit haben. Natürlich gebe es auch diejenigen, die „sehr verbissen“ dreinschauen.
Weihnachtsstimmung und spontane Einkäufe in Heilbronn
„So soll das Weihnachtsgeschäft laufen“, sagt Regina Peregon. Sie ist die Filialleiterin der Osiander Buchhandlung in der Fleiner Straße. Es sei der trubeligste Tag bis jetzt, seit der Öffnung des Ladens stehen die Menschen an der Kasse Schlange. „Es macht einfach Spaß“, sagt sie. Auch, wenn es natürlich viel Arbeit sei.
Für einen spontanen Einkauf ist Heike Friedrich in die Stadt gekommen. Sie habe zwar schon alle Geschenke, die sie brauche, aber sie schnuppere gerne die Weihnachtsluft vor Ort und genieße die Atmosphäre. „Manchmal kann man so kurz vor Weihnachten auch ein Schnäppchen machen“, sagt sie und lacht. Da sie schon Urlaub habe, mache ihr der Trubel nichts aus.
Gezieltes Einkaufen minimiert den Stressfaktor
Antonie Bechthold kauft noch ein paar Kleinigkeiten für ihre Enkelkinder. Da sie die letzten Tage krank war, musste sie spontan nochmal los. Glücklicherweise habe sie das meiste schon, denn normalerweise gehe sie so kurzfristig vor Weihnachten nicht mehr zum Einkaufen. Das sei Stress für sie.
Nach seiner Arbeit hat sich Sercan Tarhan auf den Weg gemacht. Er brauche noch ein Weihnachtsgeschenk für seine Tochter und mache letzte Erledigungen. Urlaub habe er keinen. Außerdem sei es seiner Meinung nach viel zu voll und stressig. Sein Tipp: Kopfhörer rein und Musik an. Damit könne er abschalten und gezielt einkaufen.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare