We-Flytour aus Heilbronn vor Insolvenz: Was die Verbraucherzentrale Urlaubern rät
Der Heilbronner Reiseveranstalter We-Flytour GmbH will nach eigenen Angaben am Dienstag Insolvenz anmelden. Zur Situation von betroffenen Urlaubern äußert sich die Verbraucherzentrale.
Wenn ein Reiseveranstalter in die Insolvenz rutscht, ist die Urlaubsfreude schnell dahin. Ein erster Ratschlag von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: "Eine Insolvenz bedeutet nicht, dass alles abgesagt wird", sagt Oliver Buttler, Reiseexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Man solle versuchen, den Veranstalter zu kontaktieren.
Reiseveranstalter insolvent? Das rät die Verbraucherzentrale Urlaubern
Ab dem Zeitpunkt der Insolvenz besteht die Frage, wie Kunden, die nicht in den Urlaub kommen, ihr Geld zurückbekommen. Für Pauschalreisende sieht es da gut aus, offenbar auch, was die Insolvenz von We-Flytour aus Heilbronn betrifft.
"Wenn ich ein Paket fertig kaufe, ist es viel einfacher", sagt Oliver Buttler. Darauf weist auch das Bundesjustizministerium hin: Größere Reiseveranstalter, die im vergangenen Geschäftsjahr mit Pauschalreisen einen Umsatz von über zehn Millionen Euro erzielt haben, sind verpflichtet, die Insolvenzabsicherung über die Deutsche Reisesicherungsfonds GmbH (DRSF) vorzunehmen.
Kleinere Reiseveranstalter können den Angaben zufolge die Insolvenzabsicherung ebenfalls über die DRSF, aber wahlweise auch über eine Versicherung oder das Zahlungsversprechen eines Kreditinstituts sicherstellen. Oliver Buttler von der Verbraucherzentrale rät: Im Reisebereich solle man Vorkasse beim Buchen möglichst vermeiden. "Man muss flexibel sein."
Heilbronner Reiseveranstalter We-Flytour will Insolvenz anmelden
Der Heilbronner Reiseveranstalter We-Flytour GmbH ist nach eigenen Angaben zahlungsunfähig und wolle am Dienstag Insolvenz anmelden. Das bestätigte die Unternehmensfamilie am Wochenende gegenüber der Heilbronner Stimme.
Rund 1500 Reisende vor allem in der Türkei und in Ägypten seien davon betroffen. Zudem sollen alle Reisen, die bis einschließlich 26. November hätten starten sollen, storniert werden. Grund für die Zahlungsunfähigkeit sei demnach unter anderem der plötzliche Rückzug des bisherigen Kreditkartenanbieters. Nun gibt es auch erste Reaktionen auf die Insolvenz-Ankündigung von We-Flytour.
Die Internetseite ist noch abrufbar (Stand: Montag, 25. November, 11 Uhr). Mehrere Tests ergaben: Will man darüber eine Reise buchen, heißt es: "Leider sind online keine Angebote verfügbar."
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