Warnstreik bei Unilever in Heilbronn – Knorr-Mitarbeiter legen Arbeit nieder
Die Früh- und Spätschicht von Unilever in Heilbronn streikt am Montagmittag. Was die Knorr-Beschäftigten fordern.
Bei Unilever / Knorr in Heilbronn legen Mitarbeiter am Montag ab 12:30 Uhr ihre Arbeit nieder. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ruft die 550 Beschäftigten der Früh- und Spätschicht zu einem Warnstreik auf.
550 Mitarbeiter zu Warnstreik bei Unilever/Knorr in Heilbronn aufgerufen
Gestreikt wird im Rahmen der Entgelttarifrunde für die obst- und gemüseverarbeitende Industrie Baden-Württemberg. Mitarbeiter der Früh- und Spätschicht bei Unilever/Knorr in Heilbronn sollen ab 12:30 Uhr für circa drei Stunden die Arbeit niederlegen.
„Die Arbeitgeber legten beim letzten Verhandlungstermin nur ein völlig unzureichendes Angebot über 24 Monate auf den Tisch“, schreibt die NGG in einer Mitteilung. „2,5 Prozent als erste Stufe, weitere 2,2 Prozent als zweite Stufe über zwei Jahre sind inakzeptabel“, so Kerem Billor, Gewerkschaftssekretär der NGG-Region Heilbronn. „Nicht mit uns! Einen Reallohnverlust werden wir nicht hinnehmen!“
Gewerkschaft NGG begründet Knorr-Warnstreik: „Ständig steigender Druck im Betrieb“
Die Beschäftigten, so Billor weiter, hätten ein „spürbares Plus im Geldbeutel verdient“. Er begründet das mit dem „ständig steigenden Druck im Betrieb“, mit dem großen Fachkräftebedarf in der Branche und dem nach wie vor hohen Preisniveau.
Die Gewerkschaft NGG fordert eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6,2 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. „Für die Auszubildenden fordern wir ein Plus in Höhe von 150 Euro.“
Die Mitarbeiter würden mit dem Warnstreik „ein deutliches Zeichen setzen“, heißt es weiter. Sie würden die Arbeitgeber auffordern, „beim kommenden Verhandlungstermin am 8. Juli ein faires und wertschätzendes Angebot vorzulegen“, betont Gewerkschaftssekretär Billor. „Die Kolleginnen und Kollegen lassen sich nicht mit Krümeln abspeisen. Sie haben eine faire Tarifsteigerung verdient.“
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