Unilever verlagert Knorr-Produkte nach Heilbronn
Im sächsischen Standort Auerbach muss fast die Hälfte der Belegschaft des Tütensuppen-Werks von Knorr gehen. Davon profitiert nun der Unilever-Standort Heilbronn.

Der Lebensmittelkonzern Unilever will sich von zahlreichen Beschäftigten am Standort Auerbach im Vogtland trennen. Dieses Jahr würden 80 Stellen abgebaut, sagte Unternehmenssprecherin Carolin Weber am Donnerstag. Zurzeit arbeiteten dort 175 Menschen.
In Auerbach werden unter anderem Tütensuppen der Marke Knorr und das Nudel-Fertiggericht Spaghetteria hergestellt. Die Mitarbeiter seien auf einer Versammlung über die Pläne informiert worden.
Knorr-Sprecherin: Sinkende Nachfrage nach Trockenprodukten
Weber sprach von einer "bitteren Pille", doch werde damit die bereits diskutierte Schließung des Standortes abgewendet. Zur Begründung für den Stellenabbau verwies sie auf eine sinkende Nachfrage nach solchen Trockenprodukten, wie sie in Auerbach produziert werden.
Knorr-Produktion: Auch nach Rumänien werden Teile verlagert
Auerbach ist neben Heilbronn eines der letzten Werke für Tütensuppen der Marke Knorr im Konzern. Teile der Produktion sollen nun nach Heilbronn verlagert werden, weitere Teile nach Rumänien, schreibt die "Lebensmittelzeitung".
Ein Unternehmenssprecher teilte mit, dass über die Verlagerung der Produktionen noch nicht entschieden sei.
Im Stammwerk sind betriebsbedingte Kündigungen bis 2030 ausgeschlossen. In Heilbronn werden nach jüngsten Zahlen knapp 600 Mitarbeiter beschäftigt.
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