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Auto filmt Heilbronner Straßen: Was die digitale Erfassung des Straßennetzes genau bringt

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Die Stadt Heilbronn bezahlt die Firma Cyclomedia dafür, ihr Straßennetz digital zu erfassen. Die Bilder werden nur von der Verwaltung verwendet und nicht im Internet veröffentlicht. Wozu genau dienen die Bilder also?

Von Nele Hagmann

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Alle paar Jahre werden die 360-Grad-Panoramabilder, die das gesamte Straßen- und Wegenetz in Heilbronn abbilden, erneuert. So auch jetzt. Kürzlich hat die Stadt angekündigt, dass von Montag, 13. April, an Fahrzeuge der Firma Cyclomedia Deutschland unterwegs sind. Sie sind mit speziellen Kameras und Laserscannern ausgestattet, die hochauflösende Aufnahmen liefern. Wofür werden die Bilder genutzt? 

Die Aufnahmen stehen der gesamten Stadtverwaltung über das Geodatenportal zur Verfügung. Eine Stadtsprecherin erklärt, dass sowohl Ämter als auch die Feuerwehr die Aufnahmen verwenden und sich so besonders Vor-Ort-Termine sparen. Ortsvergleiche sind durch die Aufnahmen nämlich am Bildschirm möglich.

Aufnahmen ersparen der Heilbronner Feuerwehr Wege

Von der Feuerwehr werden die Aufnahmen verwendet, um unter anderem Feuerwehrabstellflächen zu überprüfen. Eine solche Abstellfläche muss auf einem Grundstück immer dann gewährleistet sein, wenn Teil eines Gebäudes, also zum Beispiel einzelne Wohnungen, nicht über Fenster zur Straßenseite oder andere öffentliche Verkehrsflächen erreichbar sind. Ob sie den für sie festgelegten Normen entsprechen, kann die Heilbronner Feuerwehr mithilfe der Panoramabilder also überprüfen, ohne tatsächlich vor Ort sein zu müssen. Auch Anleiterhöhen, also wie hoch Fenster oder andere Stellen eines Gebäudes liegen, die die Feuerwehr im Brandfall mit der Leiter erreichen kann, werden digital überprüft.  

Ein Kamera-Auto der Firma Cyclomedia ist ab Montag in der Stadt unterwegs, um Aufnahmen der Straßen und Wege zu machen.
Ein Kamera-Auto der Firma Cyclomedia ist ab Montag in der Stadt unterwegs, um Aufnahmen der Straßen und Wege zu machen.  Foto: Cyclomedia

Auch Heilbronner Ämter profitieren von den digitalen Aufnahmen

Das Amt für Straßenwesen wiederum berechnet mithilfe der Panoramabilder Außengastronomieflächen. Nutzt ein Gastrobetrieb öffentliche Flächen, also zum Beispiel den Gehweg, benötigt er eine Sondernutzungserlaubnis des Amtes für Straßenwesen. Da die Kosten für diese Erlaubnis auch von der Größe der genutzten Fläche abhängen muss das Amt diese berechnen.

Zudem profitiert das Vermessungs- und Katasteramt von den Aufnahmen, denn es nutzt sie zur Überprüfung von Straßenschildern. 


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Datenschutz: Gesichter werden verpixelt

Die Stadt weist in einer Pressemeldung darauf hin, dass  Gesichter und Kfz-Kennzeichen unkenntlich gemacht werden, bevor die Bilder der Verwaltung zur Verfügung gestellt werden. Die Nutzung der Bilddaten dient zudem  ausschließlich verwaltungsinternen Zwecken. Eine Veröffentlichung zum Beispiel im Internet findet nicht statt.




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