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Autos mit Kameras fahren durch Region Heilbronn: Was dahintersteckt

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In den nächsten Monaten sind auf den Straßen von Baden-Württemberg immer wieder Autos mit Kameras auf dem Dach zu sehen – auch im Raum Heilbronn. 


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Durch Baden-Württemberg fahren aktuell Autos, die mit Kameras auf dem Dach ausgestattet sind. Was hat es damit auf sich? Eine Zeit lang sind Scan-Autos durch Heidelberg gefahren, um Parksünder zu erfassen. Deutlich effizienter ist die Methode als das Losschicken von Ordnungshütern, die von Fahrzeug zu Fahrzeug laufen. Auch Heilbronn hat Interesse. Allerdings: Das steckt aktuell nicht dahinter. Der Fokus der Kameras liegt nicht auf parkenden Autos oder Verkehrsteilnehmern – sondern auf der Straße. Google und Apple machen Aufnahmen für ihre Kartensysteme. 

Apple und Google machen Straßenaufnahmen: Wann sind die Kamera-Autos in Baden-Württemberg unterwegs? 

Die Tech-Riesen sind 2026 mit Foto-Fahrzeugen auf Deutschlands Straßen unterwegs – und damit auch vermehrt in Baden-Württemberg zu sehen. Die Aufnahmen sollen dann in die Kartensysteme von Apple und Google integriert werden.

Wann sind die Kamera-Autos unterwegs? Die Fahrzeuge von Google sind von Februar bis November 2026 in Deutschland unterwegs. Apple startete am 9. März und will bis 15. September 2026 Aufnahmen von den Straßen machen. 

„Auf dem Dach des Street-View-Autos ist ein Kamerasystem angebracht“, erklärt Google. In kleineren Straßen und engen Gassen kommen portable Kamerasysteme von Google zum Einsatz, die auf dem Rücken getragen werden – von Google-Mitarbeitern, die zu Fuß unterwegs sind, auf dem Motorrad oder sogar dem Schneemobil. Auch Apple nutzt ein solches Rucksacksystem zusätzlich zu den Kamera-Fahrzeugen. 

Wo fahren die Kamera-Autos entlang? Routen sind von verschiedenen Faktoren abhängig

Die Heilbronner Stimme hat nachgefragt, wo genau und wann die Google-Autos für die Street-View-Aufnahmen entlangfahren. „Wie lang, wann und wo wir zu welchem Zeitpunkt genau unterwegs sein werden, können wir nicht sagen“, heißt es. 

Der Grund: Die Routen würden sich aufgrund von Wetter, Fahrbedingungen, Dauer der Aufnahmen und weiteren Faktoren regelmäßig ändern. Heißt: Ein genauer Tag, an dem die Google-Autos beispielsweise durch Heilbronn fahren, wird nicht bekannt gegeben. 

Autos mit Kameras fahren durch die Region Heilbronn und Hohenlohe

Wer auf der Webseite von Street View nach „Germany“ und „Baden-Württemberg“ filtert, bekommt lediglich angezeigt, in welchen Regionen die Fahrzeuge unterwegs sein werden. Genannt sind dabei alle Kreise in Baden-Württemberg. Der Zeitraum ist allgemein gefasst: Von Februar bis November 2026 sollen die Google-Autos durch die Stadt- und Landkreise fahren, darunter auch Heilbronn und Hohenlohe. 

In manchen Regionen sind bislang nur die Hauptstraßen erfasst worden, heißt es gegenüber der Heilbronner Stimme. In anderen Gebieten wird oft im Stadtzentrum begonnen, um beliebte Innenstadtbereiche zu erfassen. Nach und nach wird sich dann „nach außen“ bewegt. Dabei kann es sein, dass nicht jede Straße erfasst wird. 

Auch bei Apple auf der Homepage gibt es keine Auskunft darüber, wo die Autos an welchem Tag entlangfahren. Hier sind ebenfalls lediglich alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg gelistet mit der Angabe, dass vom 9. März bis 15. September Aufnahmen durchgeführt werden. 

Google und Apple machen Straßenaufnahmen: Wie sieht es mit der Privatsphäre aus? 

Google schreibt: „Wir haben eine Technologie entwickelt, die Gesichter und Kfz-Kennzeichen verpixelt darstellt. Personen sowie Nummernschilder, die auf den von Google bereitgestellten Bildern zu erkennen wären, werden so für Street View unkenntlich gemacht.“

Wer etwa möchte, dass sein komplettes Auto, der ganze Körper, das Haus oder die Wohnung unkenntlich gemacht werden, kann das direkt bei Street View unter „Problem melden“ beantragen. Dasselbe gilt für Apple: Gesichter und Kennzeichen werden verpixelt, weitere Maßnahmen müssen beantragt werden. 

Wichtig: Wer in der Vergangenheit bereits einen solchen Widerspruch eingereicht hat, muss erneut einen gegen die neuen Aufnahmen einlegen, wie die Verbraucherzentrale erklärt. Der Widerspruch kann sowohl vor als auch nach der Veröffentlichung der Aufnahmen eingereicht werden. 

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