Mehr zu den Angeboten des KI-Salon im Netz.
Vom Pupsgeräusch bis zum Lehrplan: KI-Salon bringt Technik in den Familienalltag
Der KI-Salon, angesiedelt beim Innovationspark Künstliche Intelligenz (Ipai), möchte KI zu den Bürgern bringen, mit niederschwelligen Angeboten. Das gelingt – etwa im Quartierszentrum Böckingen, wo es um „KI im Familienalltag“ geht.

Künstliche Intelligenz kann im Alltag helfen. Das verdeutlicht Robert Mucha im Quartierszentrum Böckingen, wo er als KI-Salon-Mitglied der ersten Stunden einen Einblick in sein Leben als zweifacher Vater gibt. Ein Chatbot unterstützt dabei, der zwölfjährigen Tochter coole Antworten zu geben, warum das Taschengeld vielleicht besser auf der Bank, als im eigenen Zimmer sein sollte. KI komponiert Kinderlieder, macht Pupsgeräusche, röhrt wie ein Motor und erstellt einen Lehrplan für zwölf Wochen, um das Kind fit fürs erste Smartphone zu machen. Robert Mucha animiert an diesem Vormittag dazu, mit KI zu experimentieren.
Der KI-Salon ist mittlerweile beim Innovationspark Künstliche Intelligenz (Ipai) angesiedelt, geht aber auf eine Initiative unter anderem von Thomas Bornheim zurück, der die Programmierschule 42 in Heilbronn mit aufgebaut hat. Der KI-Salon sei schon Teil der Bewerbung gewesen, mit der sich der Standort Heilbronn beim Land um den KI-Standort beworben hat, erinnert sich Robert Mucha. Man wollte mit diesem speziellen Angebot KI zu den Bürgern bringen.
KI-Salon des Ipai Heilbronn in Böckingen: Diese Gruppe interessiert sich für den Familienalltag mit KI
Dass das Konzept funktioniert, belegt die KI-Salon-Premiere in einem Quartierszentrum der Stadt Heilbronn. Es sind wenige Eltern mit ihren Kindern da, aber die Zusammensetzung ist bunt gemischt. IT-Experten einer Ipai-Mitgliedsfirma sind genauso darunter wie Mütter aus Böckingen, die KI zu Hause einsetzen und Eltern, die sich bislang noch nicht damit befassen.
Der KI-Salon kommt nach Böckingen ans Quartierszentrum zu einem Uhrzeit, an denen eigentlich ein Spielkreis stattfindet. Kinder fahren Rutschautos oder interessieren sich für eine Plastikbox voller Bauklötze.
Der KI-Salon schafft niederschwellige Angebote
Bewusst geht es raus in die Stadt. Man wolle ein niederschwelliges Angebot schaffen, sagt Isabell Dörr-Nill, Projektmanagerin des KI-Salon. Ziel sei es, dass die Bürger mit KI in Berührung kommen. Mit der Resonanz auf die Angebote, die größtenteils im Gebäude Ipai-Spaces im Wohlgelegen stattfinden, ist sie zufrieden. „Die Nachfrage ist riesig.“ Zuletzt seien jeweils über 100 Teilnehmer gekommen. An spezielle Kursen, in denen auch Mitmachen gefragt, ist, können aber deutlich weniger teilnehmen. Aber auch hier seien viele interessiert, sagt sie. Im Juli geht es unter anderem um die Themen „So erstellst du deinen eigenen KI-Assistenten“ oder „KI und Musik“.
Der KI-Salon hat noch einiges vor, auch in der Stadt. Im Raum steht, durch die Kooperation mit der Stadt Heilbronn noch in weitere Quartierszentren zu gehen und beispielsweise gezielt Jugendliche anzusprechen, sagt Isabell Dörr-Nill. Treffen für Senioren sind für sie genauso denkbar wie solche zu gesundheitlichen Aspekten. Zudem plant sie die beiden Gesprächsreihen „KI-Salon Disput“, wo es um kontroverse Themen geht, sowie „KI-Salon Input“, gesellschaftliche Aspekte im Fokus stehen.
Höhepunkt in wenigen Wochen ist aber erst einmal das KI-Festival am Wochenende 19. und 20. Juli rund ums Gebäude Ipai Spaces.
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