Vom eigentlichen Reiz des Heilbronner Weindorfs
Das 53. Heilbronner Weindorf hat viel zu bieten, auch viele Neuerungen, der eigentliche Reiz reicht aber tiefer, meint unser Autor.

Eine Wurst, einige Weine, gute Musik und nette Gespräche: Eigentlich braucht es für ein Fest nicht viel, oder? Nun, wer auf die Stände und hinter die Kulissen des Heilbronner Weindorfs blickt, weiß schon lange, dass dieses Fest viel mehr zu bieten hat als jedes 08/15-Event und auch mehr als manches ambitionierte Weinfest in der Region. Nicht nur wegen der großen Zahl an Weinen, Speisen, Programmpunkten, Blumen, Besuchern – auch wegen unschöner Randerscheinungen, die sich aber zuletzt in Grenzen hielten.
Nach wie vor Wirtschafts- und Marketingfaktor
Dieses Jahr wartet das Weindorf mit etlichen Neuerungen auf, die zeigen, dass die Veranstalter sich auf Höhe der Zeit bewegen: mit verschärften Sicherheitsmaßnahmen, mit einem Nachhaltigkeitskonzept, mit Weintipps via Künstlicher Intelligenz. Dass gleich vier neue Gastronomen und zwei Top-Winzer die Lücken von Aussteigern schließen, zeigt, dass das Fest weiterhin ein Wirtschafts- oder zumindest Marketingfaktor ist – wenn auch kein Selbstläufer mehr.
Das Weindorf wirkt integrativ auf die Stadtgesellschaft
Der eigentliche Reiz reicht tiefer. Das Weindorf hat sich zum Schaufenster der Region entwickelt, zum Tourismus- und Imagebringer. Vor allem: Das Weindorf bringt die Menschen zusammen, ist eine tolle Kommunikationstheke, es wirkt integrativ auf die Region und auf die Stadtgesellschaft. In Zeiten wie diesen ist das wichtiger denn je.
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