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Auch Kameras fielen aus

Vodafone-Störung trifft Einzelhandel in Heilbronn: Bis zu 2000 Euro Umsatzeinbußen 

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Die Vodafone-Störung im Raum Heilbronn am Dienstag legte bei vielen Privatpersonen und Geschäften das Internet lahm. Kunden konnten teils nicht bezahlen – es hätte noch schlimmer kommen können. 


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Eine großflächige Internetstörung im Stadtgebiet am Dienstag sorgte für Unmut und Ärger bei vielen Heilbronnern. Im Netz surfen war nicht oder nur in gedrosselter Geschwindigkeit möglich. Arbeitnehmer im Homeoffice konnten nur eingeschränkt ihrer Arbeit nachgehen. Kunden konnten in der Innenstadt nicht mit der EC-Karte bezahlen – was zu Umsatzeinbüßen bei vielen Einkaufsläden führte.   

Wegen eines Kabelschadens fielen vorübergehend Internetanschlüsse sowie Festnetz-Telefone von mehr als 8000 Kabelkunden des Telekommunikationsunternehmens Vodafone aus. Erst am Mittwochmorgen gegen 5:50 Uhr waren die Glasfasernetzprobleme behoben, der Kabelschaden repariert und alle Dienste wie gewohnt wieder verfügbar. Die Folgen des Breitband-Internetausfalls zeigen sich auch am Tag danach.

Tausende Euro Umsatzverlust bei Heilbronner Juwelier durch Vodafone-Störung

In der Heilbronner Sülmerstraße nutzen einige Geschäfte Vodafone als Dienstleister. Juwelier Gold und So 24 konnte wegen der Störung am Dienstag keinen Euro Umsatz machen. Die Internetprobleme seien ab 11:30 Uhr aufgetreten, sagte Inhaberin Sermin Kosargelir der Heilbronner Stimme. „Silber- und Goldschmuck im Wert von 2000 Euro hätte ich verkaufen können“, so Kosargelir. Zwar legte sie Waren im Wert von 1780 Euro zurück. Wie viele Kunden allerdings wiederkommen, um diese abzuholen, sei unklar.     

Hinzu kommt: Auch das Sicherheitssystem mit Überwachungskamera ist mit dem Internet verbunden. Die Kamera konnte keine Aufnahmen speichern und somit die Inhaberin ihr Juwelier-Geschäft am Dienstagabend nicht von zu Hause im Blick behalten. Gerade, aufgrund der vermehrten Einbrüche in Schmuckläden kurz vor und nach dem Jahreswechsel habe sie deswegen Angst um ihr Geschäftseigentum gehabt.

Geschäfte in der Sülmerstraße in Heilbronn klagten Umsatzeinbußen nach der Vodafone-Störung am Dienstag, dem 18. März.
Geschäfte in der Sülmerstraße in Heilbronn klagten Umsatzeinbußen nach der Vodafone-Störung am Dienstag, dem 18. März.  Foto: Kilb, Adrian

Internet-Ausfall in Heilbronn am Dienstag: „Komplettes Chaos“ wurde vermieden

Auch im Schuh- und Bekleidungsgeschäft Size11 nebenan war das Kassensystem am Dienstag „komplett lahmgelegt“, erzählt Mitarbeiterin Stefanie Schneider. Die Menschen waren überwiegend verständnisvoll. Da hier viele Stammkunden einkaufen, wurde für diese die Ware einfach zurückgelegt.

Dennoch hätten bis zu 400 Euro mehr umgesetzt werden können, weil zwei Gutscheine und ein Paar Schuhe aufgrund der Vodafone-Störung nicht über die Ladentheke wanderten. Zum Glück, sagt Schneider, sei der Vodafone-Ausfall auf einen Dienstag gefallen. An einem Samstag wäre das „komplette Chaos ausgebrochen“.

Lilu Perle in Heilbronn: Kundinnen mussten zur Bank, um Geld abzuheben

Ein paar Häuser weiter, bei der Lilu Perle, waren immerhin Bargeldzahlungen möglich, erzählt Geschäftsführerin Susanne Zenth auf Stimme-Nachfrage. Bei dem Kindermode- und Dekogeschäft schreiben die Verkäuferinnen die Kassenzettel noch per Hand. Die Bezahlung werde dann erst im Nachgang elektronisch erfasst.

Drei Kundinnen verließen das Geschäft, um Geld abzuheben. In einem Fall wurden so im zweiten Anlauf Postkarten und Haargummis nachträglich bezahlt. In einem anderen kam die Kundin jedoch nicht wieder.  Insgesamt sei am Dienstag in der Heilbronner Innenstadt glücklicherweise nicht so viel los gewesen, sagt Zenth. 




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