Mehr Sicherheit in Heilbronn: Kameras auf dem Marktplatz sind überfällig
Der Heilbronner Marktplatz ist ein Kriminalitätsschwerpunkt. Überwachungskameras werden nicht alle Probleme lösen. Trotzdem ist der Schritt überfällig, meint unser Autor.
Die Kameraüberwachung auf dem Heilbronner Marktplatz kommt, sie ist überfällig. Sie ist der Tatsache geschuldet, dass sich Kriminalität und Drogengeschäfte rund um die Stadtbahnhaltestelle und in den angrenzenden Seitenstraßen trotz aller Anstrengungen von Polizei und Ordnungsdienst nicht eindämmen lassen. Es reicht ein Blick in die Spalten der Tageszeitung oder in den Polizeibericht.
Überfällig ist sie auch, weil sich Bürger der Stadt und Besucher aus dem Umland natürlich auch ihr eigenes Bild machen. Und das ist eindeutig: Marktplatz, Teile der Sülmer City, Hauptbahnhof und auch die Stadtbahnen sind schon tagsüber kein Ort, nach dem man sich sehnt, und abends schon gar nicht.
Kameraüberwachung in Heilbronn: Druck auf Verbrecher und Drogendealer
Da helfen auch keine Hochglanzbroschüren von HMG oder Presseverlautbarungen aus dem Rathaus. Auch die Kameraüberwachung wird den Marktplatz nicht zu einem Wohlfühlort in der Stadt machen. Aber sie erhöht den Druck auf Verbrecher und Drogenhändler und erhöht die Chancen, dass Straftaten aufgeklärt werden.

Nun gilt es, den Druck auch an anderen Plätzen in der Stadt zu verschärfen, damit eine Verlagerung der Szene ausbleibt. Und es gilt, sich im Rathaus kritisch zu fragen, warum man sich seit Jahren gegen härtere Maßnahmen gewehrt hat. Dabei gilt doch immer die Erkenntnis, dass die Lösung von Problemen mit einer schonungslosen Analyse der Ursachen beginnt.
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