Videoüberwachung am Marktplatz Heilbronn muss gut vorbereitet sein
Es sind noch viele Fragen offen, was die geplante Videoüberwachung des Heilbronner Marktplatzes angeht. Der Zeitplan wankt. Das ist ärgerlich, aber nachvollzierbar, findet unsere Autorin.
Die geplante Videoüberwachung im Bereich des Heilbronner Marktplatzes lässt auf sich warten. Das ist ärgerlich, aber nachvollziehbar. Das Polizeipräsidium betritt mit dem Vorhaben Neuland. Ein schlüssiges Konzept lässt sich nicht einfach aus dem Hut zaubern. Es gilt der Grundsatz: Sorgfalt vor Schnelligkeit.
Wenn die Videoüberwachung an den Start geht, muss sie rechtlich auf festen Füßen stehen. Der Aufschrei wäre groß, wenn bei einer möglichen Klage ein Gericht die Kameras abschalten lässt, weil sie gegen gesetzliche Vorgaben wie den Datenschutz verstoßen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Polizei und Stadtverwaltung im Vorfeld zu viel Zeit verstreichen ließen, bis sie sich zu dem Schritt durchgerungen haben.

Videoüberwachung in Heilbronn wird Straftaten nicht gänzlich verhindern
Teile des Heilbronner Gemeinderats und der Bevölkerung hatten eine Videoüberwachung lange gefordert. Dass die Kameras Kriminalität nicht verhindern, sondern an andere Orte verdrängen, dürfte vielen Menschen in der Stadt klar sein.
Eine gute Nachricht kommt vom Landesdatenschutzbeauftragten. Er stuft das Vorhaben grundsätzlich als rechtlich zulässig ein. Alles andere wäre der Bevölkerung kaum zu vermitteln. Bei der Strafverfolgung entsteht viel zu oft der Eindruck, Datenschutz bedeutet Täterschutz.
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Kommentare
Jürgen Mosthaf am 17.07.2025 07:48 Uhr
Wenn ich ins Städtle gehe habe ich nichts zu verbergen und auch nichts Böses im Sinn. Durch Videoaufzeichnungen wurden schon viele, auch zum Teil schwere Straftaten verhindert. Immer wieder die selbe Bedenken Mantra Datenschutz und Rechtssicherheit anzustimmen ist lächerlich. Der redliche Bürger ist so transparent wie die frischgeputzten Scheiben einer schwäbischen Hausfrau. Die wirklichen Spitzbuben, Messerstecher, Drogenhändler und Handtaschenräuber haben keine Daten die man ausspähen könnte. Man stelle sich vor, nicht einmal die Schusswaffen sind eingetragen. Die Meinung der Autorin in allen Ehren ist leider nicht die Meinung der Bürger die unsere Innenstadt meidet.
Jürgen Mosthaf