Die Caritas Region Heilbronn-Hohenlohe, in der Uwe Schenk lange Jahre dem Leitungsteam angehörte, deckt neben der Stadt Heilbronn im Wesentlichen die Teile der Landkreise Heilbronn, Hohenlohe und Schwäbisch Hall ab, die der Diözese Rottenburg-Stuttgart angehören. Dazu gehört ein kleiner Teil des Main-Tauber-Kreises. sbi
Langjährige Leitung bei der Caritas in Heilbronn: Uwe Schenk geht in den Ruhestand
Nach 36 Jahren Engagement verabschiedet sich Uwe Schenk, zuletzt Fachleiter Soziale Hilfen, von der Caritas Heilbronn-Hohenlohe. Den Verband hat er über die Zeit maßgeblich geprägt.

Als einfacher Sozialarbeiter fing Uwe Schenk am 1. Februar 1990 im Sozialdienst für ausländische Flüchtlinge bei der Caritas Kreisstelle Heilbronn an. 36 Jahre später, 2026, geht er als Mitglied des Leitungsteams der heutigen Caritas Heilbronn-Hohenlohe in den Ruhestand. In all den Jahren hat Schenk fast alles bei dem Verband gesehen, ihn mit geprägt und verlässt ihn nun nach langem „anstrengendem, erfüllendem und intensivem“ Dienst, wie er sagt. Am Donnerstag wurde er feierlich verabschiedet.
Zuletzt war Schenk Fachleiter Soziale Hilfen, Anfang der 1990er leitete der Diplom-Sozialpädagoge den Migrationsfachdienst, auch die Jugend- und Familienhilfe führte er lange. „Ich habe hier eigentlich alles durchgemacht, sogar Schwangerenberatung“, sagt er. Nur die Bereiche Sucht und Psychiatrie habe er nie gesehen.
36 Jahre für die Caritas: Uwe Schenk hat Verband in Heilbronn geprägt
Schenk hat viel Wandel bei der Caritas Heilbronn-Hohenlohe erlebt und die Entwicklung des Verbands gesehen. Als einen großen Erfolg beschreibt er rückblickend den Einstieg in die teilstationäre Jugendhilfe. Die Caritas habe sich dadurch von den klassischen Beratungsdiensten zu einem aktiven Teil der Prävention und Unterstützung gewandelt. Entstanden ist letztlich die Jugendhilfe im Lebensfeld. Diese Jugendhilfeeinrichtung trägt die Caritas heute in Neckarsulm und in Schwaigern. Es sei neu gewesen, dass ein Wohlfahrtsverband als Träger solcher Angebote auftritt, erzählt Schenk. Das Landesjugendamt habe damals gefragt: „Herr Schenk, traut die Caritas sich das zu?“ Die Caritas habe, so Schenk, sich das nicht nur zugetraut, sondern bis heute bewiesen, dass sie das kann.
Während all der Zeit bei der Caritas hat Uwe Schenk die Freude an dieser Arbeit nicht verloren. Ihm gefielen die Gestaltungsmöglichkeiten, die ihm ein freier Träger wie die Caritas ermöglichten. Bei der Caritas fühlt er sich gut aufgehoben. Schenk schätzt das Miteinander und das Menschenbild des Verbands. Der Mensch stehe im Mittelpunkt. Das schaffe ein Arbeitsumfeld, das ihn immer weiter antreibt. Auch sein persönlicher Glaube habe eine Rolle gespielt – die Caritas ist eben auch ein christlicher Verband. Außerdem dankt er seiner „tollen Frau, die mir über all die Jahre den Rücken freigehalten hat.“ Daheim habe er lachen können und damit Probleme von der Arbeit nicht weitergetragen, erzählt der Obersulmer.
Uwe Schenk geht in den Ruhestand: Erfolge und Engagement bei der Caritas Heilbronn
In den 36 Jahren sah Uwe Schenk auch die Entwicklung der Schulsoziarbeit bis hin zu ihrer heutigen Form. Die Caritas habe in Heilbronn die erste Vorform einer Schulsoziarbeit etabliert, was Schenk als Erfolg wertet. Das Konzept ist aufgegangen. Bis heute ist die Caritas in Stadt und Landkreis Heilbronn in der Schulsozialarbeit engagiert.
Trotz Jahrzehnten eigenem Engagements findet Schenk selbst noch Engagement, das er bewundert. So bei der Stiftung Starke Familien in Neckarsulm. Schenk war von Amts wegen Mitglied im Kuratorium der Stiftung, hat sich im Zuge seines Ruhestands aber aus diesem bereits verabschiedet. In der Stiftung habe der 62-Jährige ein Engagement erlebt, vor dem er „den Hut zieht“. „Da Mitverantwortung zu tragen, hat mir große Freude gemacht“, sagt er.
Zeit nehmen im Ruhestand: Uwe Schenk verabschiedet sich von Caritas Heilbronn-Hohenlohe
Jetzt möchte sich Schenk den Dingen widmen, die neben der Arbeit bei der Caritas zu kurz gekommen sind: Mehr Zeit für Familie, Lesen, in den Urlaub, wann er will, Arbeiten am Haus erledigen – das verspricht sich Schenk vom Ruhestand. Natürlich bleibe er trotzdem erreichbar, wenn es mal eine wichtige Frage gibt.
Den Staffelstab könne er ruhig übergeben, sagt Schenk. Sein Nachfolger, Markus Braun, kenne das Geschäft und passe gut in die Rolle. Wenn er sich das künftige Leitungsteam anschaue, sehe er eine Führung, die für die schwierigen Situationen, die kommen werden, gut aufgestellt sei. Trotzdem sei es ungewohnt, nach 36 Jahren raus zu sein. In verschiedenen Gremien wurde er verabschiedet, viele Dinge würden beendet werden. Er freue sich jetzt aber auf sein nächstes Lebenskapitel.
Kommentare öffnen

Stimme.de
Kommentare