„Blanker Hohn“: Ukrainer aus Region Heilbronn entsetzt über Gipfel-Fotos
Mit Entsetzen und Unverständnis reagieren Ukrainer aus dem Raum Heilbronn auf das Treffen zwischen US-Präsident Trump und Kremlchef Putin. Die TV-Bilder seien „eine große Katastrophe“.
„Wie einem König“ sei dem Aggressor, Kremlchef Wladimir Putin, beim Alaska-Gipfel mit US-Präsident Donald Trump der rote Teppich ausgerollt worden, so Anastasia Kosak, Vorsitzende der Deutsch-Ukrainischen-Gesellschaft Heilbronn.
„Dann hat Trump ihm auch noch applaudiert“, kommentiert sie die Bilder vom Gipfel, die sie wie viele andere im Fernsehen verfolgt hat. Der Verein DUG in Heilbronn war im Mai dieses Jahres gegründet worden, hat sich der Verständigung und Integration verschrieben.
Ukrainer aus Raum Heilbronn: Mit Trump-Putin-Gipfel wurde „nichts erreicht“
Kürzlich, so erzählt Kosak, hatte der Verein Veteranen aus der Ukraine zu Gast, viele seien schwer verstümmelt, hätten Arme und Beine verloren. Die Bilder aus Alaska müssten auf sie wirken „wie der blanke Hohn“, kritisiert Kosak die Gipfel-Inszenierung, bei der Trump den Kremlchef hofiert habe.

Trump habe nichts erreicht. Ohne die Ukraine und ihre europäischen Unterstützer zu beraten, sei ein Unding. „Man kann nicht über die Köpfe dieser Menschen hinweg über Gebietsabtretungen verhandeln“, kritisiert Kosak. „Schließlich hat Russland die Ukraine überfallen und nicht umgekehrt.“
Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin war mit Spannung erwartet worden, ist aber ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen.
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