Spritpreis-Erhöhung nur noch um 12 Uhr: Heilbronner Autofahrer bewerten neue Regel
Durch die neue Spritpreis-Regelung dürfen Tankstellen-Betreiber die Preise nur einmal am Tag um 12 Uhr erhöhen. Heilbronner Autofahrer sind skeptisch, ob das günstigere Preise bringt.
Plötzliche Preissprünge an den Tankstellen gehören der Vergangenheit an, denn die sogenannte Spritpreisbremse der Bundesregierung greift seit Mittwoch, 1. April. Damit dürfen Tankstellen in Deutschland nur noch einmal am Tag, 12 Uhr mittags, die Preise erhöhen. Preissenkungen hingegen sollen jederzeit möglich sein. Das soll für Transparenz und Verlässlichkeit sorgen.
Spritpreisbremse greift: An Heilbronner Tankstellen hält sich Euphorie in Grenzen
Wenig von der neuen Regelung hält Artur Puzio. Er tankt sein Auto gerade an der Aral in der Oststraße, kurz vor 12 Uhr. „Es wird nichts bringen, denke ich“, sagt er über die neue Regelung. Seiner Meinung nach würden die Preise auf ein Maximum angehoben, also hochgetrieben, und da würden sie dann auch bleiben.
Normalerweise tankt Artur Puzio nach Bedarf, dann wenn es sein muss, daran wird auch die 12-Uhr-Regelung nichts ändern. Dennoch bezeichnet er es als ärgerlich, trotz Tankkarte des Arbeitgebers, denn: „Die hat irgendwann auch ein Preislimit.“ Auf das Auto verzichten, komme für ihn trotzdem nicht in Frage. Er sei auf das Fahrzeug angewiesen.
Autofahrerin befürchtet in Heilbronn, dass Spritpreise teuer bleiben
Normalerweise tankt Nicole Bauer-Siebert abends. „Da gehen die Preise runter“, sagt sie. Auch vermeidet sie es, vor und am Wochenende zu tanken, wenn es möglich ist. Heute ist sie bei der Aral-Tankstelle, weil ein Ausflug ansteht, an der Spritpreisbremse liege ihr Besuch nicht.

Sie zweifelt, ob die Regelung zielführend ist. Sie beeinflusse ihr Tankverhalten jedenfalls nicht, sagt sie. Ob es hilft, bleibe abzuwarten, aber sie hat eine Vermutung: Die Preise werden stabil bleiben. „Aber eben stabil teuer“, sagt Bauer-Siebert.
Heilbronner Autofahrer äußern sich zur Wirkung der Spritpreisbremse
„In Österreich scheint es ja wohl zu klappen“, sagt Werner Menold zum Thema Spritpreisbremse, nachdem er sein Auto an der Esso-Tankstelle in der Oststraße aufgetankt hat. Er werde sich überraschen lassen, wie die dadurch ersehnten Erfolge bei der Preisbildung aussehen werden, tanke selbst aber weiterhin nach Bedarf. „Alleine wird diese Maßnahme nichts bringen“, ist er überzeugt. Da bräuchte es seiner Meinung nach eher eine Steuersenkung, um Autofahrer zu entlasten.
Ebenfalls an der Esso-Tankstelle steht Ewald Acker, er ist heute nur gekommen, um die Spritpreise zu beobachten. Er kann dem ganzen auch etwas Positives abgewinnen: „Man kann sich auf jeden Fall darauf einstellen, dass die Preise im Laufe des Tages nicht noch höher klettern.“
Ewald Acker selbst liege vor allem abends „auf der Lauer“, wie er sagt, um günstigere Preise abzupassen. Die Mittagszeit werde er meiden, denn er hofft vor allem darauf, zwischen 18 und 19 Uhr günstiger tanken zu können. Wenn nicht, dann habe er noch sein Fahrrad. Aber auch er sieht die langfristige Wirkung der Maßnahme kritisch, denn günstiger werde es dadurch nicht werden.
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