Laut Rathaus Heilbronn haben Schulen in dieser Reihenfolge iPads erhalten: Heinrich von Kleist-Realschule, Robert Mayer-Gymnasium, Theodor Heuss-Gymnasium, Justinus Kerner-Gymnasium, Mönchsee-Gymnasium, Neckartalschule (Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum, SBBZ), Paul-Meyle-Schule (SBBZ), Gebrüder-Grimm-Schule (SBBZ), Mörike-Realschule, Elly Heuss Knapp-Gymnasium, Damm-Realschule, Luise-Bronner-Realschule, Elly-Heuss-Knapp-Gemeinschaftsschule, Wilhelm-Hauff-Grund- und Werkrealschule, Rosenau-Grund- und Werkrealschule, Fritz-Ulrich-Gemeinschaftsschule, Ludwig-Pfau-Grundschule, Wartberg-Grund- und Werkrealschule, Grünewald-Grundschule, Albrecht-Dürer-Grund- und Werkrealschule, Grundschule Alt-Böckingen und Grundschule Biberach. Aus der ersten Ausschreibungsrunde steht nur noch die Silcher-Grundschule aus. Nach den Sommerferien geht es laut Rathaus wie folgt weiter: Pestalozzischule (SBBZ), Staufenberg-Grundschule, Johann-Jakob-Widmann-Schule (berufliche Schule), neue Innenstadtgrundschule, Gerhart-Hauptmann-Grundschule, Grundschule Frankenbach und Grundschule Horkheim.
Tablets für Schüler: 9500 iPads bis Schuljahresende verteilt
Egal ob Grundschüler oder Gymnasiast: Kinder an staatlichen Schulen in Heilbronn können Tablets bekommen, sofern die Schulen das wollen. So ist der Stand der Umsetzung der sogenannten „Digitalen Bildungsoffensive“.

Die Stadt Heilbronn und die Dieter-Schwarz-Stiftung setzen bei der Ausstattung von Schülern mit digitalen Geräten Maßstäbe. Ob Erstklässler oder Abiturient: Jedes Kind kann ein eigenes Tablet bekommen, sofern die Schule ein solches beantragt. 9300 Geräte sind schon über diese Maßnahme verteilt, bis zu den Sommerferien kommen weitere 220 iPads für die Silcher-Grundschule hinzu. Laut Stadtverwaltung Heilbronn sind weitere 5000 Endgeräte im Umlauf, die bereits vor Beginn der „Digitalen Bildungsoffensive“ an Schulen vorhanden waren. Auf Sorgen einzelner Lehrer und Eltern reagieren die Verantwortlichen.
Schulen handeln ganz unterschiedlich, wenn es um die Nutzung der Geräte in der Freizeit geht. Beispielsweise erlauben es das Robert-Mayer-Gymnasium und die Heinrich-von-Kleist-Realschule ihren Kindern, die Geräte mit nach Hause zu nehmen. Für Aufsehen sorgten dem gegenüber Theodor-Heuss-Gymnasium oder das Mönchsee-Gymnasium, die restriktiv mit den Tablets umgehen, teilweise die Geräte sogar erst in höheren Klassen mit nach Hause geben. Begründet wurde dies unter anderem mit einem unzureichenden Jugendschutzfilter außerhalb des Schul-Wlans sowie Bedenken, dass viele Kinder noch nicht mit den Geräten umgehen können. Das müsse erst trainiert werden.
iPads für alle Schüler an öffentlichen Schulen in Heilbronn: Dieser Jugendschutz kommt
Verschiedene Varianten des Jugendschutzes seien getestet worden, die Schulen dabei eingebunden gewesen, sagt Rathaussprecherin Suse Bucher-Pinell. „In Kürze wird das System Jus-Prog, das sich in einer intensiven Testphase als gut geeignet erwiesen hat, auf alle bereits ausgeteilten iPads installiert.“ Sie ist überzeugt: „Damit wird dem Wunsch der Schulen und der Eltern Rechnung getragen.“
Dem Rathaus liegen keine Details vor, wie viele Kinder die Geräte zu Hause nutzen dürfen. „Die Entscheidung, welche Klassenstufen die iPads mit nach Hause nehmen können, trifft die jeweilige Schule im Rahmen ihres medienpädagogischen Konzepts“, so Suse Bucher-Pinell gegenüber stimme.de. Das Schul-, Kultur- und Sportamt erhebe keine Daten. Es wisse aber, dass vor allem an Grundschulen die Geräte vor Ort bleiben. Zur Lagerung und zum Laden der Geräte beschaffe das Rathaus noch die entsprechende Lade- und Aufbewahrungsinfrastruktur.
iPads für daheim: Die Geräte dürfen theoretisch mit nach Hause genommen werden
Die Stadtverwaltung macht jedenfalls keine Vorgaben, wie die Tablets verwendet werden müssen. „Grundsätzlich ist es möglich, dass alle Schülerinnen und Schüler die iPads zu Hause nutzen können – zumal in Kürze auch der Jugendschutzfilter auf allen iPads eingerichtet wird“, betont Suse Bucher-Pinell.
Die Heinrich-von-Kleist-Realschule um Schulleiterin Melanie Haußmann gehörte zu den ersten Schulen, die iPads bekommen hat – auch weil sie schon Erfahrungen mit Tablets im Unterricht gemacht hat. „Ich bereue nichts“, sagt die Schulleiterin. Die Geräte abgeben möchte sie nicht mehr. „Das ist eine optimale Chance.“ Melanie Haußmann weiß, dass es kritische Stimmen gibt und Bedenken. Man müsse das Wagnis eingehen, sagt sie. „Man braucht es. Das Wichtigste ist, dass man sich öffnet.“
Tablets für Schüler: Geräte sollen als Arbeitsgerät verstanden werden
Melanie Haußmann ist wichtig, dass die Geräte als Arbeitsgerät verstanden werden – auch deshalb, damit die Kinder fit für die Zukunft werden. Mit Tablets wird überall in der Gesellschaft gearbeitet. An ihrer Schule können die Geräte im Unterricht genutzt werden, wenn es pädagogisch sinnvoll ist – aber sie müssen es nicht. „Man muss den Kindern sagen, wann sie es benutzen und wann nicht.“ Eltern und ihre Kollegen müssten hier neue Verantwortung übernehmen.
Melanie Haußmann hat auch schon Kinder erwischt, die in Pausen damit spielen. Mit denen trete sie ins Gespräch. Die meisten aber würden Präsentationen erstellen und diese gern zeigen. „Sie sind stolz darauf“, sagt sie.
Die Realschule setzt auf iPads, bei Smartphones gibt es nach den Sommerferien klare Grenzen. Beginnend in Klasse fünf müssen diese weggeschlossen werden. Hier wünscht sich Melanie Haußmann noch mehr rechtliche Klarheit durch die Schulgesetzgebung, also dass eingezogene Geräte beispielsweise erst durch Eltern abgeholt werden dürfen.
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