Stromausfall im Landgericht Heilbronn: Prozess gegen Polizeitrickbetrüger abgebrochen
Wegen eines lange anhaltenden Stromausfalls hat das Landgericht Heilbronn am Freitag die Verhandlung gegen vier mutmaßliche Polizeitrickbetrüger vorzeitig unterbrochen. Zeugen wurden wieder nach Hause geschickt.
Beim Prozess gegen vier mutmaßliche Polizeitrickbetrüger hat das Landgericht Heilbronn am Freitagvormittag, 12. Dezember, vorzeitig die Verhandlung unterbrochen. Grund war ein lange anhaltender Stromausfall. Weder die Richter noch die Staatsanwältin und die Verteidiger konnten auf wichtige Dateien zurückgreifen. Die Vorsitzende Richterin der neunten Großen Strafkammern, Caroline Sachse, schickte darauf alle Zeugen für diesen Prozesstag unverrichteter Dinge nach Hause.
Während der Erklärung eines der vier Angeklagten zur Sache ging im Großen Saal des Landgerichts plötzlich das Licht aus. Ein Zugriff auf das Wlan des Gerichtsgebäudes war nicht mehr möglich. Die Prozessbeteiligten hatten keine Einsicht mehr in die elektronische Akte.
Verhandlung im Landgericht: Strom kommt zurück und fällt wieder aus
Nach dem ersten Mal war der Strom nach rund 20 Minuten wieder da. Wenige Minuten später fiel er wieder aus. Diesmal für eine längere Zeit. Caroline Sachse unterbrach daraufhin die Sitzung bis zum darauffolgenden Dienstag.

Erste Vermutungen, der Stromausfall könne von der Baustelle des Amtsgerichts verursacht worden sein, stellten sich schnell als falsch heraus. „Ein Hochspannungstrafo ist ausgefallen“, erklärte Julian Hetzel, Verwaltungsleiter des Landgerichts Heilbronn. „Das ist kein Bauunfall, sondern ein ganz normaler elektronischer Defekt.“ Hetzel hoffte, dass der Schaden bis zum Abend behoben sein würde.
Prozess in Heilbronn: Staatsanwältin klagt Bandenbetrug und illegalen Waffenhandel an
In diesem Prozess wirft Staatsanwältin Jacqueline Hermann den Angeklagten gewerbsmäßigen Bandenbetrug vor. Demnach hätten sich die Beschuldigten in wechselnder Besetzung zwischen dem 23. Juli 2024 und dem 5. November 2024 in Möckmühl, Heidelberg, Ludwigsburg, Horb und Ansbach als Polizisten ausgegeben und die Geschädigten um insgesamt rund 70.000 Euro betrogen. Darüber hinaus sollen zwei der Angeklagten illegal Waffen nach Deutschland eingeschleust und verkauft haben.
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