Schlammschlacht beim Wacken Open Air: Heilbronnerin ist "dreckig, aber glücklich"
Die 27-jährige Selina W. aus Heilbronn ist mit ehemaligen Studienkollegen beim Heavy-Metal-Festival in Wacken. Wie die Stimmung auf dem Wacken Open Air bei den diesjährigen Schlamm-Massen ist.

Dreckig, aber glücklich – die Stimmung beim viertägigen Heavy-Metall-Festival in der schleswig-holsteinischen Gemeinde Wacken ist seit Mittwoch bestens. Das berichtet die Heilbronnerin Selina W., die zusammen mit zwölf ehemaligen Studienkollegen das musikalische Großereignis zwischen Wasserpfützen, Schlamm und Hackschnitzel genießt.
Wegen Dauerregens stehen das Festivalgelände und die Campingplätze für die Besucher tief im Matsch. Vor dem Festivalbeginn durften die Besucher nicht mehr mit Autos anreisen. "Wir hatten Glück", sagt Selina W. Ihre Gruppe kam Dienstagnacht auf den von der Bühne am weitesten entfernten Campingplatz unter. "Nach 14-stündiger Abfertigung waren wir hungrig und übernächtigt."
Wacken-Festival: Wie viele bleiben bei Abreise im Schlamm stecken?
"Die Atmosphäre ist super", sagt die 27-Jährige. "Alle merken, wie viel Mühe sich die Veranstalter geben." Jeder helfe jedem auf, wenn er in den Dreck gefallen ist. Wie oft sie schon ausgerutscht ist, kann Selina W. gar nicht sagen. Auch nicht, wie viele Kilometer sie in Gummistiefeln gelaufen ist.
Am Sonntag ist Abreisetag. "Das wird nochmal spannend", sagt die Heilbronnerin. Wie viele Autos im Schlamm stecken bleiben werden, sei nicht absehbar. Sie hofft, dass sie mit ihrer Gruppe gut einigermaßen aus dem Morast rauskommt.
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