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Musikfestival fällt ins Wasser
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Anreise zum Wacken-Festival wegen schlechtem Wetter gestoppt

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"In Anbetracht der Witterungsverhältnisse ist die zumutbare Besucherkapazität für das Wacken Open Air 2023 nun erreicht." Das teilt der Veranstalter des Musikfestivals Wacken in Schleswig-Holstein am Dienstagabend mit. 

Metal-Fan Lukas hat trotz oder wegen des schlammigen Festivalgelände eine gute Zeit.
Metal-Fan Lukas hat trotz oder wegen des schlammigen Festivalgelände eine gute Zeit.  Foto: Christian Charisius/dpa

"In Anbetracht der Witterungsverhältnisse ist die zumutbare Besucherkapazität für das Wacken Open Air 2023 nun erreicht." Das teilt der Veranstalter des Musikfestivals Wacken in Schleswig-Holstein am Mittwochmorgen mit. 

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Weiter heißt es in der Mitteilung auf Instagram: "Jede weitere Anreise muss mit sofortiger Wirkung gestoppt und abgesagt werden. Zum ersten Mal in der Geschichte des Wacken Open-Air ist diese Entscheidung getroffen worden. Wir sind sehr traurig, aber die anhaltend schwierige Wetterlage lässt uns leider keine andere Wahl."

Nach dem Chaos vor dem Start und einem Anreisestopp für Besucher des Heavy-Metal-Festivals in Wacken soll es heute nun offiziell losgehen. Um 11.00 Uhr will die lokale Feuerwehrkapelle den Auftakt machen, später dann unter anderem Metalqueen Doro Pesch auf der Bühne stehen.

Doch vor dem Start des Festivals war einiges noch unklar - beispielsweise die Frage, wie viele der erwarteten 85.000 Metalfans tatsächlich auf Wackens Ackern feiern.

Wacken Festival teilte Grenze der Besucherkapazität mit

Am frühen Morgen teilte das Festival bei Instagram dann mit, die «vernünftige Besucherkapazität» sei angesichts der Wetterlage erreicht. «Jede weitere Reise muss mit sofortiger Wirkung eingestellt und storniert werden.» Zum ersten Mal in der Geschichte des Festivals sei diese Entscheidung gefallen.

«Wir sind sehr traurig, aber die weiterhin schwierige Wetterlage lässt uns leider keine andere Wahl», hieß es weiter. Fans reagierten ungehalten und kritisierten eine «unterirdische Kommunikation». Viele hatten stundenlang vor dem Gelände ausgeharrt.

Unmut bei manchen Besuchern

Gestern Abend hatte Festival-Mitbegründer Thomas Jensen der Deutschen Presse-Agentur gesagt: «Ich hoffe, dass wir die Hälfte drinnen haben oder noch mehr.» Sicherheit habe bei den Veranstaltern oberste Priorität. Die Zustände rund um den beschaulichen Ort und die Ankündigungen, keine Fans mit Autos mehr auf die aufgeweichten Areale zu lassen, hatten bereits zuvor bei einem Teil der Besucher für Unmut gesorgt.

Begründet hatten die Veranstalter den Schritt mit dem vielen Regen vor Festivalstart. Dadurch seien Camping- und Veranstaltungsflächen sowie Wege in schlechtem Zustand. Es werde aber versucht, Fahrzeuge, die sich bereits in unmittelbarer Nähe zum Festivalgelände befänden, dorthin zu bringen.

Ruhestätte für Motörhead-Frontmann

Am ersten Festivaltag soll in Wacken ein Teil der Asche des verstorbenen Frontmanns Lemmy Kilmister von der Rockband Motörhead eine Ruhestätte finden. Der 2015 verstorbene Musiker soll «mit einem unvergesslichen Akt geehrt werden», wie die Veranstalter ankündigten. Die Motörhead-Mitglieder Phil Campbell und Mikkey Dee sollen die Feierlichkeiten begleiten.

Erstmals soll das Festival in diesem Sommer vier Tage dauern. Auf neun Bühnen sind in dieser Zeit mehr als 200 Konzerte geplant - unter anderem von Iron Maiden, Megadeth und Helloween.

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