Wird Carsharing-Angebot in Heilbronn ausgebaut? Stadt will Details vorlegen
Wie zufrieden ist die Region mit dem Verkehr? Es gibt erste Reaktionen auf eine Umfrage von Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heilbronn, unter anderem zum Thema Carsharing.

Von der Mobilitätswende ist in Heilbronn nichts zu spüren, Busse und Bahnen gelten als zu teuer, Carsharing-Angebote lassen sich nicht bewerten: Zu diesen Zwischenergebnissen ist eine Gruppe Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heilbronn gekommen.
An einer nicht repräsentativen Umfrage zur Zufriedenheit mit der Mobilität haben sich 1800 Teilnehmer beteiligt. Nun gibt es erste Reaktionen darauf, und auch in der Kommunalpolitik geht es bald um Mobilität.
Wie zufrieden ist die Region mit dem Verkehr? Erste Reaktionen auf Umfrage
Mit Carsharing, also dem kurzfristigen Mieten von Autos, soll sich der Bauausschuss des Heilbronner Gemeinderats nach den Faschingsferien befassen. Das jedenfalls kündigt das Rathaus auf Anfrage unserer Zeitung an.
Mit dem Tagesordnungspunkt reagiert das Rathaus auf einen Antrag der Grünen- und SPD-Fraktionen – gestellt vor einem Jahr. Die Stadträte hatten damals Informationen zum Carsharing-Markt gefordert. Sie hoffen auf Details zu den Anbietern, der Anzahl und Art der Fahrzeuge und deren Auslastung.
Außerdem erwarten Grüne und SPD eine Antwort auf die Frage, wie Kooperationen zwischen Stadt und den Anbietern aussehen. Und vor allem: wie es gelingen kann, solche Fahrzeuge auch in "weniger attraktiven Lagen zu etablieren". So jedenfalls steht es im Antrag, den Holger Kimmerle (Grüne) und Tanja Sagasser-Beil (SPD) unterzeichnet haben.
Mobilität in Heilbronn: So läuft es beim Carsharing in der Stadt
Zeag und Stadtmobil Karlsruhe gehören zu den Unternehmen, bei denen Nutzer nach vorheriger Registrierung in Heilbronn Autos buchen können. Zeag hat darüber hinaus mehrere Standorte in der Region, an denen Fahrzeuge zu haben sind – auch in Orten abseits großer Verkehrsanbindungen wie etwa Jagsthausen und Neckarwestheim.
Hintergrund des Antrags ist, dass die Stadträte mit Heilbronnern gesprochen hatten, die sich weitere Miet-Angebote wünschen. Dem Vernehmen nach ärgert sich mittlerweile mancher Kommunalpolitiker darüber, dass das Rathaus bis zur Bearbeitung ein Jahr gebraucht hat.
Leserin wünscht sich Änderungen bei den Buslinien
Auf die Berichterstattung über die Umfrage hat sich eine Leserin gemeldet. Im Heilbronner Stadtbus gebe es "ein preislich attraktives Kurzstreckenticket". Allerdings bewertet sie die Preise für Tickets, um als Gelegenheitsfahrer größere Strecken in der Stadt mit dem Bus zurückzulegen, als "sehr teuer". Sie betont: "Das 49-Euro-Ticket lohnt sich dann auch nicht. Da ist dann leider trotzdem oft das Auto erste Wahl."
Zudem hinterfragt die Leserin die Streckenführung mancher Busse. So gibt es ihren Ausführungen zufolge beispielsweise keinen Bus, der vom Friedhof Sontheim direkt zum Bahnhof fährt. Außerdem wundert sie sich, dass trotzdem so viele Linien über den Rathausplatz in der Innenstadt fahren "und dort für das bekannte Gedränge sorgen". Aus Sicht der Leserin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will, sind Änderungen bei den Linien denkbar: "Die ein oder andere könnte auch anders geführt werden."
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