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Sontheimer Weingut Bauer blickt auf 50-jähriges Bestehen zurück

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1981/1982 lassen sich Franz und Monika Bauer an der Spitzwegstraße in Sontheim nieder und eröffnen ein Weingut mit Besen. 2012 erfolgt der Einstieg in die Hotelleriebranche. Heute führt Alexander Bauer den Betrieb.

Ein eingeschworenes Team (v.l.) Franz, Monika, Julia und Alexander Bauer in ihrem Besen in Sontheim. Das Weingut besteht seit nunmehr 50 Jahren.
Foto: Andreas Veigel
Ein eingeschworenes Team (v.l.) Franz, Monika, Julia und Alexander Bauer in ihrem Besen in Sontheim. Das Weingut besteht seit nunmehr 50 Jahren. Foto: Andreas Veigel  Foto: Veigel, Andreas

Die Wurzeln des Weinguts Bauer reichen bis in das Jahr 1873 zurück. Es ist das Jahr, als der Wiener Börsenkrach eine Weltwirtschaftskrise ausgelöst hatte und die Menschen in Deutschland in großer Zahl nach Amerika ausgewandert sind. So weit zieht es Markus Bauer damals nicht. Der Urgroßvater von Franz Bauer siedelt lediglich von Duttenberg nach Sontheim um, wo er an der Mauerstraße einen Bauernhof erworben hatte. Es gilt, 14 Kinder in Lohn und Brot zu bringen.

Die große Zäsur fand 1981/1982 statt

In der Folge führen die Großeltern Franz und Rosa Bauer den Selbstversorger-Bauernhof. Es folgen Alfred und Lina Bauer. Der schlichte Besen ist im Wohnzimmern eingerichtet. 1972 übernimmt Franz Bauer von seinen Eltern den landwirtschaftlichen Betrieb. Die große Zäsur erfolgt 1981/1982: Franz und Monika Bauer ziehen von der Mauerstraße an die Spitzwegstraße, auf das Areal des Messgeräteherstellers Goldbrunner. Das sich als stabil erweisende Fundament für das heute Weingut ist gelegt.

Stets die Nähe zu den Kunden gesucht

"Für uns stand von Anfang an fest, nicht auszusiedeln. Wir wollten nah an unseren Kunden sein", erläutert der gelernte Elektriker Franz Bauer das Hauptargument für die damalige Entscheidung. In diesem Jahr feiert das Weingut sein 50-jähriges Bestehen.


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Die ersten Jahre sind entbehrungsreich

1983 findet beim "Bauer" das erste Hoffest im Unterland statt. "Das war damals eine richtige Sensation", erinnert sich der heutige Seniorchef, der im vergangenen Jahr bei guter Gesundheit 70 Jahre alt wurde. Besen, Fest und Wengert waren und sind Franz und Monika Bauer wichtig. Sie sind fleißig, sie wollen vorwärts kommen. "Die ersten Jahre waren schon sehr entbehrungsreich", denkt Bauer an die Anfangszeit zurück.

Acht Hektar Weinberge werden bewirtschaftet

Längst gehören diese Zeiten der Vergangenheit an. Die Bauers haben es geschafft. Es werden heute rund acht Hektar Weinberge in Sontheim, Talheim und Kirchheim bewirtschaftet, der modern eingerichtete Besen mit seinen 95 Plätzen ist 130 bis 140 Tage im Jahr geöffnet. 2012 wird die Kelter erneuert und es erfolgt der Einstieg mit fünf Gästezimmern in die Hotelleriebranche. 2015 übernimmt Alexander Bauer den Weinbaubetrieb.

Die Architektur ist ein Hingucker

2019 wird an der Spitzwegstraße ein Gästehaus mit 15 Zimmern eröffnet. Architektur und Einrichtung sind ein Hingucker. Zur Seite steht Alexander Bauer, der Kellerwirtschaft in Geisenheim, Frankreich, Südafrika und in der Pfalz studiert hat, seine Frau Julia. Und mit Lina (3) und Marie (zehn Monate) steht die nächste Generation schon in den Startlöchern.


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Weingut, Besen und Gästehaus sind Programm

Es gibt Planwagenfahrten und die Weintafel. Bei diesem Event sitzen 14 Menschen an einem großen Tisch, fachsimpeln über Weine und genießen ein von Kochkünstler Peter von Ribbeck zubereitetes Menü. Die gesamte Familie sowie neun festangestellte Mitarbeiter und 450-Euro-Kräfte, 28 an der Zahl, bilden seit Jahren ein eingeschworenes Team. Weingut, Besen und Gästehaus sind Programm der Wengertersfamilie Bauer.

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