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Heilbronn

Soleo-Wellnessbereich in Heilbronn leidet unter fehlenden Gästen

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Sven Poksiva ist seit 1. September neuer Pächter des Wellness-Bereichs im Heilbronner Soleo. Zwei Wochen später machte die Sauna dicht – Poksiva steht vor einem Problem.

Sven Poksiva und seine Partnerin Rebecca Kühner haben erst kürzlich den Wellness-Bereich im Soleo übernommen.
Sven Poksiva und seine Partnerin Rebecca Kühner haben erst kürzlich den Wellness-Bereich im Soleo übernommen.

Sven Poksiva startete voller Vorfreude in die Pacht des Soleo-Wellnessbereichs. Seit 1. September ist der 48-Jährige aus Talheim Pächter. Er massiert, Gäste können sich im Kaiserbad erholen oder im Rasul-Dampfbad schwitzen. Doch weil der Saunabereich des Heilbronner Hallenbads geschlossen hat, bleiben Kunden fern. „Wenn ich das geahnt hätte, hätte ich die Räume nie gepachtet“, sagt Poksiva.


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Poksiva hätte sich einen Kompromiss gewünscht

Das Problem sei, dass die meisten Menschen ihren Saunabesuch mit Wellness-Angeboten verknüpften. Außerdem wüssten viele nicht, dass es im Soleo trotzdem Wellness gebe – auch wenn die Sauna geschlossen bleibt. Die Entscheidung der Stadtwerke, die Soleo-Sauna aufgrund der Gas-Krise bis auf Weiteres nicht zu öffnen, bedaure er sehr. „Das ist ein harter Schlag für uns. Ich hätte mir einen Kompromiss gewünscht“, sagt Poksiva. Zum Beispiel hätte man die Sauna Donnerstag bis Sonntag öffnen können.

Poksivas Team besteht aus vier festen und zehn freien Mitarbeitern. Er sei froh, dass ihm die Stadtwerke finanzielle Unterstützung zusicherte. Wie sie im Detail aussieht, möchte er nicht verraten. Aus seiner Sicht falle sie großzügig aus. Neue Kunden zu gewinnen sei für ihn und sein Team auch dadurch erschwert, dass das Außenbecken des Hallenbads ungenutzt bleibt. „Das verstehe ich ja voll und ganz, denn für das Beheizen des Beckens wird enorm viel Energie verbraucht.“

Kritik übt Sven Poksiva aber daran, dass in manchen Bereichen Energie gespart werde und in anderen Branchen das weniger interessiere; beim Mitternachtshoppen zum Beispiel. Auch störe ihn, dass manche privat betriebenen Bäder und Saunen weiterhin in vollem Umfang geöffnet haben. Solidarisch wäre es, wenn jeder Energie spart, findet er.


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Rappsodie: Finanzieller Schaden wäre nicht zu rechtfertigen

Timo Künzel, Betriebsleiter des Bad Rappenauer Rappsodie, sagt: „Wir sparen Energie, sind aber auch nicht so hart betroffen, da wir ja durch Biomasse versorgt werden.“ Das Außenbecken sei bereits geschlossen und es werde gespart, wo man eben sparen könne. Künzel: „In der Sauna sind kaum Einsparungen möglich, vor allem nicht durch kürzere Zeiten. Der finanzielle Schaden wäre kaum zu rechtfertigen.“

In der Badewelt Sinsheim heißt es, man achte seit Jahren auf einen energieeffizienten Betrieb. „Durch Investitionen befinden sich unsere Anlagen in einem entsprechenden Zustand“, sagt Sprecherin Johanna Rapport. Die Energiekosten machten dort zudem einen deutlich geringeren Anteil an den Gesamtkosten aus als bei öffentlichen Bädern.

 

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