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Soirée der Bewegung Heilbronn: Die Helden der Kindheit zeigen Spitzenakrobatik

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Riesige Soirée der Bewegung mit dem Turngau Heilbronn begeistert das Publikum auf der großen Bühne im Theater. Schlümpfe, Piraten und andere Figuren bewegen sich unter dem Motto "Helden der Kindheit".

Von Peter Klotz
Die jungen Piraten vom TSV Michelbach zeigen beim gemeinschaftlichen Seilspringen, wie fit sie sind.
Foto: Peter Klotz
Die jungen Piraten vom TSV Michelbach zeigen beim gemeinschaftlichen Seilspringen, wie fit sie sind. Foto: Peter Klotz  Foto: Klotz, Peter

Insgesamt 17 Gruppen mit zwischen zwei und 20 Akteuren - zusammen mehr als 170 Personen - präsentierten im gut besetzten Heilbronner Theater eine fabelhafte Show des Turngaus Heilbronn. Unter dem Motto "Helden der Kindheit" waren Grundschüler und erfahrene Sportler bei der 18. Soirée der Bewegung auf der Bühne und zeigten die ganze Vielfalt der Körperbeherrschung.

Den Anfang machten die Erstklässler von der Grundschule Neckarwestheim, die ihre wahren Helden mitgebracht hatten, ihre Kuscheltiere. Mit denen kann man spielen, schmusen und träumen, mit ihnen kann man aber auch werfen und fangen, rollen und springen, somit die ganze Grundausbildung des Turnens absolvieren. Mit Gabi Kern als Leiterin und im Verlauf der Soirée dann als "Nummerngirl" zur Überbrückung der sehr kurzen Umbaupausen, zeigten die Mädchen und Jungen, wie sie mit viel Spaß an die Bewegung herangeführt werden.

 


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Choreographie erntet riesigen Beifall

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt André Krohn mit seiner Gruppe Drums-Alive. Es sind Menschen mit Behinderung, eine eigene Abteilung des Friedrichshaller SV, die in verschiedenen Sportarten aktiv sind. Zusätzlich hat Krohn eine Rhythmusgruppe gegründet, die mit Schlagzeugsticks auf große Pezzi-Bälle schlagen. Dazu gibt es eine Choreographie, man schlägt nicht nur den eigenen Ball, sondern abwechselnd auch den des rechten oder linken Nachbarn. Zusätzlich sorgt eine Mutter mit dem Tamburin für andere Klangfarben. Ihr zweites Stück "Paris, Paris, Paris" erntete riesigen Beifall. Das Projekt zeigt, wie erfolgreich Inklusion betrieben werden kann, und dass sie riesigen Spaß bereitet.

Beim TSV Michelbach wagt sich Lilo Simon an eine gemischte Gruppe, in der Grundschüler und Jugendliche gemeinsam als Piraten auftreten. Sie zeigen rhythmische Bewegung und legen viel Wert auf den Umgang mit dem Sprungseil. Auch hier ist der richtige Rhythmus entscheidend, aber der stimmte, und mit viel Fantasie setzten die Sportler die Musik aus "Fluch der Karibik" dynamisch um.

Programm der Voltigiergruppe aus Bad Friedrichshall kommt gut an

In der Pause nach zehn verschiedenen Auftritten waren die Mörmanns aus Schwaigern-Stetten hin und weg. Gabriele, Paul und die Töchter Liselotte und Salome waren zum ersten Mal bei dieser Veranstaltung und fanden die unterschiedlichen Gruppen von einfachen Bewegungen bis zu Spitzenakrobatik bemerkenswert. Besonders gut hat ihnen die Voltigiergruppe aus Bad Friedrichshall gefallen, Ausführung und Choreographie passten optimal zusammen.

Die Mörmanns sind selbst recht sportlich, Vater Paul hat früher Handball gespielt und läuft jetzt viel, Tochter Liselotte betreibt Triathlon, und Salome Grund reitet, turnt und geht zum Ballett.

Neues aus Schlumpfhausen

Fantasiereich als Schlümpfe verkleidet führte die Gruppe des SC Ilsfeld Akrobatik und Pyramiden zum Staunen vor. Mit fließenden Bewegungen und abgestimmten Gags erntete "Neues aus Schlumpfhausen", einstudiert von Kim Schäfer und Christian Boelsch, riesigen Beifall.

Hoch im Kurs steht die rhythmische Sportgymnastik mit tänzerischen Schwerpunkten und überwiegend in weiblicher Besetzung. Hervorragende Beispiele in der nur mit Spitzenkräften besetzten Kategorie waren Kunst 07 mit "Bohemian Rhapsody" und die Gruppe Impulzz mit "Polarität I und II", trainiert von Nina Brauch und Josepha Bleibdrey.

Sportlehrerin Antje Marquardt war gleich mit vier Gruppen im Programm. Die "Frozen Girls" und "König der Löwen" von der Hermann-Greiner-Realschule, "James Bond" und "Michael Jackson" vom ATC Blau Gold Heilbronn. Ihre Handschrift ist unverkennbar und lässt den Akteuren trotzdem die Freiheit, eigene Ideen mit einzubringen.

Technische Möglichkeiten begeistern

Bei der Soirée des Turngaus treten Tanz-, Turn- und Akrobatikgruppen aus den Vereinen und Schulen des Stadt- und Landkreises Heilbronn auf, die sich zuvor über die Showbühne oder den Schaukasten qualifiziert haben. Der Rahmen und die technischen Möglichkeiten im Theater mit der großen Bühne und perfekter Licht- und Tontechnik unterstreichen die Leistungen.

Turngau-Präsident Steffen Meißner bedankte sich bei den Unterstützern und dem "hauseigenen" Kreativ-Team mit Beate Stief-Finkbeiner, Gabi Kern, Sarah Kern, Bettina Kollmus, Kim-Udo Schäfer, Marcel Sander und Mathias Behr

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