Stimme+
Protestzug
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Pro-kurdische Demo in Heilbronn: Teilnehmer ziehen durch die Innenstadt

   | 
Lesezeit  1 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Bis zu 2000 Menschen haben am Samstag in Heilbronn für kurdische Anliegen demonstriert. Im Mittelpunkt standen Solidarität mit Rojava und Rojhilat sowie Proteste gegen einen möglichen Militäreinsatz der Türkei.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Am Samstagnachmittag haben in der Spitze bis zu 2000 Menschen an einer pro-kurdischen Demonstration in Heilbronn teilgenommen. Angemeldet waren bis zu 1000 Teilnehmer. Der Demonstrationszug unter dem Motto „Aktuelle Lage in Rojava und Rojhilat“ führte von der Theresienwiese über Karlsruher Straße, Südstraße, Urbanstraße, die Straße Am Wollhaus sowie die Allee zum Flügelnussbaum vor der Harmonie, wo bei einer Abschlusskundgebung Redner ihre Solidarität mit den Kurden im Iran bekundeten. Organisiert wurde die Versammlung vom Kurdischen Gesellschaftszentrum.

Pro-kurdische Demo in Heilbronn: Proteste gegen möglichen Militäreinsatz der Türkei

Die Teilnehmenden – darunter zahlreiche kurdische Familien, Frauen und Männer – riefen zur Solidarität gegen dschihadistische Gruppen auf und setzten sich für ein freies Rojhilat-Iran ein. Zugleich richteten sich die Proteste gegen einen möglichen Militäreinsatz der Türkei in den von Kurden bewohnten Gebieten.


In einem eingespielten Rap stellt man fest, dass sich „Erdoğan" auf "Kurdistan" reimt – damit sind aber die Gemeinsamkeiten schon zu Ende. Auch von syrischen Milizen gehe eine Bedrohung aus. Auf einem der Plakate war zu lesen: „Euer Terror zittert vor einem freien Zopf.“ Viele Frauen trugen ihre Haare offen, was in radikal-islamischen Regimes verboten ist. 

Pro-kurdische Demo: Versammlung in Heilbronn blieb durchweg friedlich

Neben kurdischen Initiativen beteiligten sich auch Vertreter des Heilbronner Friedensrats an der Kundgebung. Die Versammlung verlief zunächst friedlich. Selbst als eine Platzpatrone gezündet wurde, griffen die Ordner schnell ein und verwiesen die betreffende Person des Platzes.

Redner vom Verein Familien für den Frieden und vom kurdischen Gesellschaftszentrum, der Kreisvorstand der Linkspartei und auch ein direkt Betroffener schilderten ihre Eindrücke. Aus Heilbronn sei zudem eine Hilfskarawane nach Kobane aufgebrochen – dorthin, wo derzeit rund 150.000 Menschen ohne Strom und Wasser eingeschlossen sind.

Bereits am Freitag hatten rund 250 Menschen auf dem Heilbronner Kiliansplatz friedlich demonstriert, um auf die Gefahren für Frauenrechte und Demokratie in der Region Rojava aufmerksam zu machen – organisiert wurde die Kundgebung vom Verein Familien für den Frieden.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben