Stimme+
Sanierung
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Neue Straßenbeläge und neuer Radweg für Heilbronn-Biberach

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Zwei wichtige Biberacher Hauptstraßen sind ziemlich holprig und werden deshalb bald saniert. Außerdem ist ein neuer Radweg Richtung Bonfeld geplant, der aber fast im Nirgendwo endet.

Die Finkenbergstraße führt von Bad Wimpfen in den Ortskern von Biberach. Wegen starkem Verkehr und Leitungsarbeiten bekommt sie neue Beläge.
Foto: Archiv/Veigel
Die Finkenbergstraße führt von Bad Wimpfen in den Ortskern von Biberach. Wegen starkem Verkehr und Leitungsarbeiten bekommt sie neue Beläge. Foto: Archiv/Veigel  Foto: Veigel\, Andreas

Biberach darf sich über 1,45 Millionen Euro freuen. Der Bauausschuss des Heilbronner Gemeinderates gab das Geld jetzt frei. Für 450.000 Euro soll die Finkenbergstraße saniert werden, für 300.000 Euro die Bonfelder Straße. 700.000 Euro fließen in einen Radweg, der jenseits der Ortsgrenze parallel zur Kreisstraße nach Bonfeld angelegt wird.

Radweg in Heilbronn parallel zur Kreisstraße

Mit dem neuen Radweg soll laut Ratsvorlage "der Umweltverbund gestärkt und dem Radverkehr zwischen den beiden Ortslagen eine neue verkehrssichere und attraktive Radverkehrsverbindung angeboten und somit auch der Radverkehrsanteil erhöht werden". Bisher müssen Radler dort die Kreisstraße K9560 nutzen, was gerade für Schüler gefährlich ist, viele umfahren den Bereich deshalb auf anderen Wegen, wie Stefan Muth vom Amt für Straßenwesen berichtete.


Mehr zum Thema


Die Neubaupläne sehen laut Muth einen 650 Meter langen und drei Meter breiten asphaltierten Radweg vor, der bis zum Vereinsgelände des Hundesportvereins führt und den auch Fußgänger nutzen können. Bis auf einen kleinen Abschnitt gehöre das Gelände schon der Stadt. Gleichzeitig soll am Ortseingang die Einmündung der Wilhelm-Flinspach-Straße sicherheitshalber umgestaltet werden, hier ist auch eine Mittelinsel vorgesehen, wodurch Autos hier langsamer fahren müssen. Zudem wird der Radweg rot eingefärbt.

Holperstrecken werden neu asphaltiert

In Verlängerung der Bonfelder Straße, die innerorts saniert wird, ist ein separater Radweg geplant, der aber an der Stadtkreisgrenze endet.
Foto: Ralf Seidel
In Verlängerung der Bonfelder Straße, die innerorts saniert wird, ist ein separater Radweg geplant, der aber an der Stadtkreisgrenze endet. Foto: Ralf Seidel  Foto: Seidel, Ralf

Die innerörtliche Bonfelder Straße hat wie die Finkenbergerstraße im Laufe der Jahre durch den vielen Verkehr, aber auch durch diverse Grabungsarbeiten von Leitungsträgern gelitten und ist teils recht holprig, was laut Ratsvorlage "die Fahrstabilität beeinträchtigt". Deshalb sollen die beiden Straßen in der Ortskernlage abgefräst und eine neue Trag- und Asphaltschicht bekommen, die Bonfelder Straße fast auf der ganzen Länge zwischen Haus Nr. 10 bis Ortseingang, die Wilhelm-Flinspach-Straße von Bad Wimpfen her komplett.

Die Arbeiten für die Sanierung der Finkenbergstraße sollen in die Ausschreibung für die Erschließung des Wohngebietes Mühlberg-Finkenberg mit aufgenommen werden. Im Zuge des Baus des Kreisverkehrs und der damit verbundenen Sperrung der Finkenbergstraße soll auch die Sanierungsmaßnahme stattfinden. Wann das sein wird, wurde in der Sitzung nicht gesagt.

Rege Ratsdebatte rund um Radweg

Die Debatte im Ratsrund drehte sich vor allem um den Radweg. Stadträte aller Fraktionen begrüßten ihn, hofften aber auch, dass die restlichen Grundstücksverhandlungen glatt laufen. Bisher hielten sich die Kosten ja "absolut im Rahmen", befand Gottfried Friz von der FDP.

"Hoffentlich wird das neue Angebot dann auch entsprechend frequentiert", meinte Uwe Mettendorf (CDU). Wolf Theilacker (Grüne) ließ sich versichern, dass der Radweg keine "Mittelinie" bekomme.

Vor allem Tanja Sagasser (SPD), Herbert Burkhardt (FWV) und Alfred Dagenbach (Pro) bedauerten, dass der ausgebaute Radweg dann an der Stadtkreisgrenze ende und Fahrradfahrer sich auf kleinen Wegen mühsam durch Wald und Flur "arbeiten" müssten. Von Eva Luderers (Grüne) Anregung, alles zu beleuchten, hielt nicht nur Susanne Schnepf (CDU) nichts. "Das wird nur zur Insektenfalle." Ihre Idee wiederum, ganze Radwege mit Photovoltaik zu überdachen, sei unterm Strich weniger wirtschaftlich als großflächige Lösungen, so Bürgermeister Andreas Ringle.

 
Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben