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CDU-Sommerfest in Heilbronn
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Manuel Hagel fordert einen Staat, der funktioniert

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Für Manuel Hagel, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag, ist seine Partei noch immer eine Volkspartei. Dafür nennt der Christdemokrat mehrere Gründe.

Das Wetter hätte beim Sommerfest der CDU Heilbronn besser sein können. Alexander Throm (links) und Manuel Hagel machten das Beste daraus.
Das Wetter hätte beim Sommerfest der CDU Heilbronn besser sein können. Alexander Throm (links) und Manuel Hagel machten das Beste daraus.  Foto: Andreas Hackel

Trotz aller Kritik und allen Stimmungsschwankungen ist die CDU nach den Worten von Manuel Hagel noch immer eine Volkspartei, wie er beim Sommerfest des CDU-Kreisverbands Heilbronn sagte. Gut 50 Anhänger hatten sich am Mittwochabend auf der Neckarbühne eingefunden, um mit dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion im baden-württembergischen Landtag und dem Bundestagsabgeordneten und Kreisvorsitzenden Alexander Throm ins Gespräch zu kommen.

Was ist aktuell das größte Problem der CDU?

Manuel Hagel: Uns geht es da nicht anders wie den Menschen im Land: Eine zerstrittene und dysfunktionale Bundesregierung.


Früher, so hat man den Eindruck, war der Zusammenhalt in der CDU stärker. Teilen Sie diese Ansicht?

Hagel: Nein. Die CDU ist unschlagbar, weil sie geschlossen ist. In Baden-Württemberg ist die Partei so geschlossen wie schon lange nicht mehr. Das hat auch mit der Arbeit von Thomas Strobl zu tun.


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Fehlt der CDU die Klarheit?

Hagel: Wir stehen für Profil mit Stil. Wir schauen uns die Welt jeden Tag aufs Neue an und entscheiden, was richtig ist. Wenn sich die Welt verändert, muss sich eine Volkspartei mit einem starken Wurzelwerk mit verändern. Das unterscheidet uns von den Dogmatikern.


Ist die CDU eine lahme Ente bei Entscheidungen auf allen Ebenen?

Hagel: Quatsch. Die CDU ist gut drauf und agil. Wir wollen ein Deutschland, das weltoffen ist, aber auch wert auf Tradition und Heimatverbundenheit legt. Wir wollen einen Staat, der funktioniert und der sich um die großen Probleme kümmert, und sich beispielsweise nicht mit einem verkorksten Heizungsgesetz in die Freiheit und das Privatleben der Menschen einmischt.


Ist die CDU noch eine Volkspartei?

Hagel: Ja klar. Wir sind die erste Adresse für alle, die noch etwas vorhaben in unserem Land. Die Mischung aus liberal, christlich-sozial und konservativ ist unsere DNA - das ist ein modernes und weltoffenes Baden-Württemberg pur.


Ist Friedrich Merz noch der richtige Parteivorsitzende?

Hagel: Logisch.


Wie will die CDU im Land wieder stärkste politische Kraft werden?

Hagel: Seit Monaten sind wir stabil die stärkste politische Kraft. Ich sage aber auch: Für uns geht es im Jetzt und Hier darum, einen guten Job zu machen und nicht drei Jahre lang einen Dauerwahlkampf zu führen. Das braucht kein Mensch. Uns geht es zu allererst ums Land.


Können Sie sich einmal einen Grünen Ministerpräsidenten Cem Özdemir vorstellen?

Hagel: Ich stelle mir vor allem eine Christdemokratin oder einen Christdemokraten vor. Wir arbeiten jeden Tag dafür, dass der Nachfolger von Herrn Kretschmann ein Konservativer sein wird. Ich glaube, das ist heimlich auch der Wunsch von Herrn Kretschmann.


Sehen Sie sich nach der Ära Strobl als Landesvorsitzender?

Hagel: Ich wache morgens nicht auf, schaue in den Spiegel und frage mich: Manuel, was wird aus dir werden? Es geht für mich darum, einen guten Job zu machen. Und es geht darum, die CDU bärenstark, motiviert und zukunftsfreundlich auszurichten. Daran arbeite ich gerne mit.

 

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