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Kreissparkasse Heilbronn ist jetzt die Nummer zwei im Land

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Das Kreditinstitut legt gute Zahlen zum Halbjahr vor. Die Kunden müssen ab sofort keine Strafzinsen mehr bezahlen. Die Nachfrage nach Aktien und Fonds ist zuletzt deutlich gesunken, Immobilien bleiben begehrt.

Die Kreissparkasse Heilbronn entwickelt sich trotz zahlreicher Herausforderungen weiterhin sehr stabil. Strafzinsen erhebt das Institut nun nicht mehr.
Die Kreissparkasse Heilbronn entwickelt sich trotz zahlreicher Herausforderungen weiterhin sehr stabil. Strafzinsen erhebt das Institut nun nicht mehr.  Foto: KSK

Die Kreissparkasse (KSK) Heilbronn entwickelt sich in einem schwierigen Branchenumfeld erfolgreich. Für das erste Halbjahr 2022 legte das größte Kreditinstitut der Region weitgehend gute Zahlen vor. So steigerte die KSK ihre Bilanzsumme um 5,2 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro. "Damit sind wir die zweitgrößte Sparkasse in Baden-Württemberg", freut sich Vorstandsvorsitzender Ralf Peter Beitner. Bisher lag die Kreissparkasse Heilbronn auf Platz vier im Land, jetzt ist nur noch die Sparkasse Pforzheim Calw größer.

Zinswende sorgt für gute Laune

Die Kundeneinlagen waren im ersten Halbjahr leicht rückläufig. Sie sanken um 97 Millionen Euro auf 8,3 Milliarden Euro. Für die Sparer hat Beitner eine gute Nachricht: "Aufgrund der EZB-Entscheidung, den Leitzins auf null Prozent zu erhöhen, berechnet die Kreissparkasse seit 27. Juli kein Verwahrentgelt mehr." Sparer müssen also fortan keine Strafzinsen mehr auf hohe Einlagesummen bezahlen. Beitner freut sich darüber, dass mit der Zinswende nun wieder ein "normales Marktgeschehen" möglich sei.

Unternehmen haben großen Bedarf an Krediten

Einen Zuwachs um 4,3 Prozent oder 366 Millionen Euro verzeichnet die Kreissparkasse Heilbronn im Kundenkreditgeschäft. Der Bestand an Krediten liegt damit bei 8,85 Milliarden Euro. Besonders die gewerblichen Kunden sorgten für diesen Zuwachs. "Die Unsicherheit ist am Markt spürbar und wirkt sich auf das Investitionsverhalten der Unternehmen aus", sagt Beitner mit Blick auf den Krieg in der Ukraine, die hohe Inflation und die Lieferengpässe.

 


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Baufinanzierungen sind weiterhin ein Treiber im Kreditgeschäft

Ralf Peter Beitner
Fotos: KSK
Ralf Peter Beitner Fotos: KSK  Foto: Fotostudio M42 ThomasFrank+Katja

Ein weiterer Treiber im Kreditgeschäft ist nach wie vor die hohe Nachfrage nach Immobilien in der Region. Immobilienkredite legten um 41 Prozent zu, das Volumen an Baufinanzierungen liegt nun bei 466 Millionen Euro nach 336 Millionen Euro im Vorjahr - ein neuer Rekordwert. Die durchschnittliche Darlehenssumme steigt stetig an und liegt bei 288 000 Euro. "Im Vorjahr waren es noch 268 000 Euro", sagt Beitner. In jüngster Zeit spürt die Kreissparkasse aber eine gewisse Zurückhaltung der Kunden angesichts steigender Zinsen und der hohen Inflation. Beitner spricht von einer "Delle", da vermehrt Baugrundstücke zurückgegeben werden.

Ein deutliches Minus verbucht die KSK im Wertpapiergeschäft. Hier gab es einen Rückgang um 12,3 Prozent auf 476 Millionen Euro. Beitner erklärt dies mit der wachsenden Unsicherheit an den weltweiten Aktienmärkten. Das Geschäft mit Aktien ging mit 18 Prozent besonders stark zurück.

Telefonische Beratung liegt im Trend

An seiner Filialstrategie hält das Institut fest. Derzeit betreibt die KSK 38 mitarbeiterbesetzte Filialen und 63 SB-Stellen. Die Kunden nutzen auch verstärkt den telefonischen Service der Sparkasse. "Bis Ende Juni hatten wir 215 000 Anrufe, im vergangenen Jahr waren es 184 000 Anrufe", sagt Beitner.

 
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