Heilbronner Maifest mit überwältigendem Zuspruch
Der Rummel auf der Heilbronner Theresienwiese verzeichnet in diesem Jahr einen Rekordbesuch. Vor den Fahrgeschäften bilden sich am verlängerten Wochenende lange Schlangen.

Am Wochenende gab es auf der Theresienwiese zeitweise kein Durchkommen mehr. Menschenmassen drängten sich an den Fahrgeschäften und Buden vorbei, an den meisten Ständen bildeten sich lange Schlangen. Das in den vergangenen Jahren eher ungeliebte Maifest, entwickelt sich plötzlich zum Publikumsmagnet.
Extremer Andrang
"Ja das war überwältigend. Es war das beste Maifest, das wir jemals hatten", schwärmte Timo Zöllner noch am gestrigen Dienstag. Von Samstag bis Montag sei es "extrem voll" gewesen, sagt Zöllner, der das Fest zusammen mit Hanne Schröter veranstaltet. Schon der Donnerstag, an dem der Rummel auf der Heilbronner Festwiese startete, sei ein guter Tag gewesen.
Lediglich der Freitag fiel wetterbedingt deutlich ab. "An dem Tag hat es bis 20 Uhr geregnet, aber selbst dann sind noch erstaunlich viele Jugendliche vorbeigekommen um einige Stunden bei uns zu verbringen", freut sich Zöllner.
Neues Phänomen
Eine richtige Erklärung hat der Öhringer, der auf dem Maifest das Fahrgeschäft Break-Dance betreibt, für dieses neue Phänomen nicht. "Es ist seltsam aber seit wir kein Festzelt mehr haben, ist der Besucherzuspruch enorm gewachsen", wundert sich Zöllner. Dafür gab es zwei kleinere Biergärten, in denen sich die Menschen niederlassen konnten, um Speisen und Getränke zu genießen. Diese Freiflächen platzten ebenfalls aus allen Nähten.
Schon im vergangenen Jahr war der Zuspruch auf dem Maifest deutlich besser gewesen als noch in der Vor-Corona-Ära. "Im vergangenen Jahr hatten wir aber noch Probleme mit den Fahrgeschäften", erinnert sich Zöllner. Einige Schausteller hatten wegen Personalmangel sogar kurzfristig abgesagt oder konnten nicht kommen, weil die Werkstätten mit der Wartung der Geräte nicht mehr nachkamen.
"In diesem Jahr ist es dafür sehr gut gelaufen, alle Aussteller waren sehr zufrieden", versichert Zöllner. Das gilt besonders für die Anbieter von Churros. Das Trendgebäck aus Spanien, das wie Pommes aussieht aber mit Schokoladensauce gegessen wird, wurde den Händlern förmlich aus den Händen gerissen. "Die Menschen schätzen auch, dass die Schausteller aus der Region kommen", ist sich Timo Zöllner sicher. Auch sicher ist sich der 42-Jährige dass sie im nächsten Jahr wiederkommen, wenn das Maifest dann sogar sechs Tage vom 26. April bis 1. Mai gefeiert wird.
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Stimme.de
Kommentare
am 03.05.2023 10:38 Uhr
Leider kann ich als Besucherin nichts positives Beifügen. Es war viel zu eng. Bude an Bude, die langen Warteschlangen waren eher frustrierend als, dass man solange hätte anstehenen wollen. Die Angebote waren viel zu gering, das Fest zu schnell durchlaufen. Mal schauen, wie das Volksfest wird.