Neue Grundschule für Heilbronn: Welche weiteren Grundstücke der Stadt angeboten wurden

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Die Heilbronner Innenstadt braucht eine neue Grundschule, der Standort ist ein heißes Eisen: Nun äußert sich die Verwaltung zu Informationen, die der Heilbronner Stimme vorliegen.

Die neue Grundschule für die Heilbronner Innenstadt ist eines der großen politischen Gesprächsthemen in der Stadt. Zuletzt haben sich Stadtverwaltung, Stadträte und Vertreter von Schulen dazu getroffen. Dabei ist es auf einen Standort bei Mönchsee- und Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) hinausgelaufen. Nach Informationen der Heilbronner Stimme gibt es aber eine Alternative. Auf Stimme-Anfrage äußert sich das Rathaus dazu und erklärt, weshalb die Fläche nicht infrage kommt.

Demnach wurde der Stadt für die Grundschule ein brachliegendes Grundstück in der Karmeliterstraße angeboten. Es soll unseren Informationen nach außerdem um ein angrenzendes Grundstück gegangen sein. Wie zu hören ist, wäre damit für die Grundschule „eine sehr respektable Gesamtfläche zusammengekommen“. Die Stadt soll sich aber für einen Standort auf dem Areal mit den beiden Gymnasien entschieden haben. Weitere Gespräche zur Alternative Karmeliterstraße seien abgesagt worden.

Neue Grundschule in die Karmeliterstraße? Das sagt das Rathaus zu der Variante

„Das Grundstück ist auch mit der Zusatzfläche nicht ausreichend groß“, so Karin Schüttler, die im Rathaus das Schul-, Kultur- und Sportamt leitet. „Zudem besteht aktuell keine Bauleitplanung, die eine Schulnutzung zulässt.“ Die Lage spielt eine weitere Rolle: „Im Hinblick auf die angrenzende Wohnbebauung gibt es planungsrechtliche Risiken für die Schulnutzung.“ Das Grundstück befinde sich aktuell nicht im Eigentum der Stadt.

Vor einiger Zeit ging es nur um die Brache in der Karmeliterstraße. Mit den knapp 2500 Quadratmetern war dieses Grundstück aus Rathaussicht zu klein. Es sollte „mindestens anderthalbmal so groß sein“.

Stadt und Grundstückseigentümer erst einmal unter sich: Für Gemeinderat ist das nichts Ungewöhnliches

Teile des Heilbronner Gemeinderats hören von jüngsten Gesprächen das erste Mal. Dem Vernehmen nach ist es nichts Ungewöhnliches, dass Rathaus und Grundstückseigentümer sprechen, ohne dass dies der Kommunalpolitik mitgeteilt wird. Damit soll verhindert werden, dass Grundstückspreise in die Höhe schießen. Stadträte werden erst dann einbezogen, „wenn alles unter Dach und Fach ist“. So jedenfalls die Einschätzung im Gemeinderat. Erst wenn zu einem Grundstück alles geregelt sei, entscheidet der Gemeinderat über einen Kauf.

Die Innenstadt von Heilbronn braucht eine neue Grundschule. Das ist schon länger bekannt, doch erst Ende vergangenen Jahres hat das Rathaus das offizielle Verfahren dazu im Gemeinderat auf den Weg gebracht – und viele Schulen und Eltern vor den Kopf gestoßen. Zu Beginn der offiziellen Gespräche ist als eine mögliche Variante der sogenannte Rote Platz beim Mönchsee-Gymnasium ins Spiel gebracht worden. Das Entsetzen im MSG war groß: Schon jetzt fehlt nach Ansicht der Schulleitung und von Eltern eine Pausenfläche. Der Hartplatz ist wichtig. Im Zuge des Verfahrens kamen weitere Möglichkeiten ins Spiel, auch über einen kleinen Park beim Finanzamt wurde gesprochen.

So geht es weiter: Die Stadträte sind in den nächsten Monaten gefragt

Entschieden ist nichts, der Gemeinderat soll im ersten Halbjahr über den Standort abstimmen. Aus jetziger Sicht ist nur im Gespräch, dass die Grundschule beim MSG oder THG entsteht. Beide Schulen haben kein Mitbestimmungsrecht, Experten der Schullandschaft sagen trotzdem: Die Gymnasien werden sich ihre Zustimmung zum Bau vermutlich teuer erkaufen. Wie zu hören ist, gibt es klare Forderungen an die Kommunalpolitik: Sollte die Grundschule auf dem Hartplatz gebaut werden, fordern die Schulen einen größeren Pausenhof. Dafür sollten Gebäude bei der Alten Kelter abgerissen werden, so die Ansage in Richtung Rathaus. Die Alternative dazu lautet derzeit: Auf das Gelände bei der Alten Kelter kommt die neue Grundschule. 

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