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Große Photovoltaik-Anlage auf Deponie am Heilbronner Wartberg?

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Die Stadt Heilbronn plant für eine 4,6 Hektar große Fläche im Entsorgungszentrum Vogelsang eine Photovoltaikanlage. Gleichzeitig hat man dort bei Abdeckungsarbeiten viel Geld gespart.

Auf einem inzwischen komplett versiegelten Bereich auf der Deponie Vogelsang am Wartberg könnte eine Photovoltaikanlage installiert werden.
Foto: Archiv/Seidel
Auf einem inzwischen komplett versiegelten Bereich auf der Deponie Vogelsang am Wartberg könnte eine Photovoltaikanlage installiert werden. Foto: Archiv/Seidel  Foto: Seidel\, Ralf

"Kostenfeststellung": Wenn in Gremien des Heilbronner Gemeinderats Punkte wie diese auf der Tagesordnung stehen, muss unter Umständen mit Verteuerungen gerechnet werden, mag man meinen.

Allen Unkenrufen zum Trotz ist ab und zu aber das Gegenteil der Fall, so wie jetzt im städtischen Betriebsausschuss Entsorgung.

Rund 1,54 MIllionen Euro gespart

Wie Jonas Bodmann von den städtischen Entsorgungsbetrieben dem Gremium erklärte, hätten sich die Kosten für die Abdeckung eines 4,6 Hektar umfassenden Teilbereichs der Deponie Vogelsang am Wartberg gegenüber der ursprünglichen Berechnung um sage und schreibe 29 Prozent auf 3,8 Millionen Euro verringert. Man habe also unterm Strich rund 1,54 Millionen Euro gespart.

Und dies, obwohl sich das Ingenieurhonorar unter anderem wegen einer längeren Laufzeit erhöht hatte und zudem ein nachträglich vorgeschriebener Sickerwasserbrunnen sowie bestimmte Abdeckungen zu Buche schlugen.


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Gründe für die Kostenreduzierung

Als Hauptgründe für die am Ende enorme Einsparung nannte Bodmann zwei Faktoren: zum einen das ausgesprochen wirtschaftliche Angebot in Verbindung mit einem unbedingten Nachlass von sieben Prozent, den der Auftragnehmer gewährt habe. Zum anderen sei die Baumaßnahme im Corona-Jahr 2020 berechnet worden, also in dem Zeitraum, in dem die Bundesregierung einen verminderten Mehrwertsteuersatz von 16 anstatt 19 Prozent festgeschrieben hatte.

Antrag für Photovoltaik liegt schon in Stuttgart

Stadträte aller Fraktionen zeigten sich damit mehr als zufrieden. So ging nicht nur SPD-Stadtrat Herbert Tabler davon aus, dass sich die positive Nachricht auch positiv auf die Gebührenkalkulation auswirken dürfte, die Einsparungen letztlich also auch der Bevölkerung zugute kommen. Große Zustimmung fand auch ein anderer Aspekt, den Bodmann aber nur kurz antippte: Demnach wollen die Entsorgungsbetriebe auf der versiegelten Fläche womöglich eine große Photovoltaikanlage installieren. Einen entsprechenden Antrag habe man bereits dem Regierungspräsidium Stuttgart als Genehmigungsbehörde zugeleitet.

Wie Baubürgermeister Andreas Ringle sagte, sollten auf der 4,6 Hektar großen Fläche auf der Nordostseite des Wartbergs ursprünglich Bäume gepflanzt werden. Nun habe man sie aber komplett mit Asphalt versiegelt und strebe im Zuge des Ausbaus regenerativer Energien in großem Stil Photovoltaik an. Wie Tabler begrüßten auch Eva Luderer (Grüne), Gottfried Friz (FDP), Alfred Dagenbach (Pro), Herbert Burkhardt (FWV) und nicht zuletzt auch Susanne Schnepf die Idee, wobei die CDU-Stadträtin auch etwas Skepsis anklingen ließ, indem sie meinte, wie eine PV-Anlage in dieser Dimension wohl das Landschaftsbild mitprägen werde.

 

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