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Italienische Spezialitäten

"Schmeckt wie bei Oma in Neapel" – Neues Gastro-Konzept in Heilbronn

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Heilbronn ist um eine Attraktion in der Gastro-Szene reicher: "Tuffo. Catering und Dining" nennt Michele Aiello sein Konzept. Was eine Oma aus Neapel damit zu tun hat und warum er sich gegen ein Restaurant im klassischen Stil entschieden hat.

von Milva-Katharina Klöppel
Michele Aiello serviert im "Tuffo. Catering and Dining" frisch zubereiteten Chicorée und Orzotto.  Der Heilbronner setzt auf italienische Spezialitäten.
Michele Aiello serviert im "Tuffo. Catering and Dining" frisch zubereiteten Chicorée und Orzotto. Der Heilbronner setzt auf italienische Spezialitäten.  Foto: Milva-Katharina Klöppel

Das schönste Kompliment, das Michele Aiello für seine Kochkünste bisher bekam? "Ein Gast meinte, dass es wie bei seiner Oma in Neapel schmeckt", erinnert sich der 43-Jährige. Der Vergleich kommt nicht von ungefähr. Schließlich stammt die Familie des Heilbronners väterlicherseits aus der süditalienischen Stadt am Fuße des Vesuvs.

Im "Tuffo. Catering und Dining" gibt es klassische italienische Küche

"Bei meinen Gerichten geht es um den puren Geschmack", sagt Aiello. "Jede einzelne Komponente soll sich entfalten können." Die bodenständige, klassische italienische Küche mit ein paar besonderen Details in Szene zu setzen, so beschreibt er seinen Stil. Dazu gehören dann Vorspeisen wie Chicorée mit roter und gelber Bete sowie Taleggio, norditalienischem Weichkäse, und Hauptgerichte wie Tagliatelle al Ragù, Pizza oder Orzotto.

Letzteres erinnert nicht nur vom Namen her an das bekannte Reisgericht - es wird allerdings mit Graupen zubereitet. Der Pizzateig geht 72 Stunden, bevor er verarbeitet wird. Nur sieht es das traditionelle neapolitanische Rezept vor. Als Pizzaioli ging es vor rund zehn Jahren auch im Hip Island los - damals suchte Ralph Munz jemanden für die Gastronomie des Beach Club. "Irgendwann kamen die Gäste dann selbst sonntags nur zum Essen", erinnert sich Michele Aiello, der eigentlich seit 20 Jahren selbstständiger Grafikdesigner ist.

 


Heilbronner macht seine Leidenschaft fürs Kochen zum Beruf

Immer mehr wurde die Leidenschaft fürs Kochen zum Beruf. Die Idee eines eigenen Lokals entstand. Wie bei so vielen machte Corona dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. "Not macht erfinderisch", erklärt Aiello rückblickend. Kurzerhand stieg er aufs Catering um. Für Firmen mit bis zu 700 Gästen, aber auch private Events wie Hochzeiten, Geburtstage.

Gekocht wurde im Restaurant des Onkels oder vor Ort. "Ich habe mich immer mehr von der Idee eines eigenen Restaurants verabschiedet", sagt Michele Aiello. "Brauchte aber für mein Catering eine eigene Küche." Und Räume, die Liebhaber einer hochwertigen italienischen Küche für private Feiern anmieten können. Die gibt es jetzt - in der Gymnasiumstraße.

 


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Im Tuffo soll es auch Veranstaltungen und Ausstellungen geben

Es ist Aiellos Sprung ins kalte Wasser - wie sich auch der Name "Tuffo" frei aus dem Italienischen ins Deutsche übersetzen lässt. Bis zu 30 Personen können an dem langen Tisch seines Ladenlokals, das zuvor ein Fotostudio war, auf klassischen Stühlen von Flötotto Platz nehmen.

Bis zu zehn Mal im Jahr soll es öffentliche Veranstaltungen wie Pasta-Abende, Treffen mit regionalen Winzern oder Ausstellungen geben. Dann helfen Aiellos Vater und Schwester mit. "Ansonsten ist es eine reine One-Man-Show", sagt Aiello. "Und damit auch kein Restaurant." Die große Fensterscheibe der Gymnasiumstraße 33 wird ihm dabei als Werbefläche dienen und stets die neuesten Events ankündigen.

 
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