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Der Optimismus ist beim Heilbronner Weihnachtszirkus zurückgekehrt

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Die Vorbereitungen für den Heilbronner Weihnachtszirkus auf der Theresienwiese laufen auf Hochtouren. Auch der Vorverkauf ist gut angelaufen. Vom 16. Dezember bis 8. Januar gibt es täglich zwei Vorstellungen - und gute Nachrichten bei den Preisen.

Manege im Aufbau: Derzeit sind die Techniker mit der Inneneinrichtung des Heilbronner Weihnachtszirkus beschäftigt.
Manege im Aufbau: Derzeit sind die Techniker mit der Inneneinrichtung des Heilbronner Weihnachtszirkus beschäftigt.  Foto: Seidel, Ralf

Die Zelte sind bereits aufgebaut, derzeit wird auf der Theresienwiese kräftig an der Inneneinrichtung gewerkelt. "Wir kleben jetzt die Teppiche im Vorzelt fest, dann werden die Weihnachtshütten aufgebaut und dann geht es an den Manegenaufbau", erklärt Mirjan Mavriqi. "Es ist einfach toll, wenn man hier nach Heilbronn zurückkommt", betont der technische Leiter und Direktionsassistent des Heilbronner Weihnachtszirkus.

Erst ist ein Mann der ersten Stunde und gastiert wie der Weihnachtszirkus seit 1999 in der Käthchenstadt. In der Zeit sei Heilbronn zu einer zweiten Heimat geworden, seien Freundschaften entstanden, sagen alle, die von Anfang an dabei sind.

Große Vorfreude nach schwierigen Jahren

Und die Vorfreude im Team ist diesmal umso größer, weil der Weihnachtszirkus zwei ganz schwierige Jahre hinter sich hat. Nachdem 2020 alle Veranstaltungen coronabedingt verboten waren, musste der beliebte Zirkus im vergangenen Jahr praktisch auf der Zielgeraden abgesagt werden.


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Heilbronner Weihnachtszirkus: Neustart nach zwei Jahren Pause


"Das war eine schrecklich Zeit, weil wir schon so weit in der Vorbereitung waren", betont Zirkusdirektor Sascha Melnjak, bei dem im Büro im geräumigen Wohnmobil derzeit alle Fäden zusammenlaufen.

Doch in diesen Tagen ist auch der Optimismus wieder zurückgekehrt. "Am vergangenen Wochenende hatten wir die bisher besten Vorverkaufstage", freut sich Melnjak. "Das lag auch daran, dass die Leute gesehen haben, dass unser Zelt steht und der Zirkus wie geplant über die Bühne geht", unterstreicht der 47-Jährige.

Damit ist die Unsicherheit gewichen, dass am 16. Dezember um 15.30 Uhr das neue Programm mit der großen Familienvorstellung wie geplant startet. Um 20 Uhr folgt die festliche Premierengala. Bis zum 8. Januar gibt es dann täglich zwei Vorstellungen. Nur am Neujahrstag findet keine Veranstaltung statt. An Heiligabend wird nur um 14 Uhr gespielt, am 8. Januar nur um 15.30 Uhr.

Preise bleiben unverändert

Stolz ist Sachscha Melnjak darauf, dass man die Eintrittspreise im Vergleich zum Jahr 2019 nicht erhöht hat. So kostet die Karte im Parkett 25 Euro (ermäßigt 20), im Sperrsitz 30 Euro (28) und der Logenplatz 48 Euro (46).

"Früher hat man immer gesagt, Zirkus ist das Theater fürs Volk. Wir sind für alle da, das ist uns ganz wichtig", sagt der Zirkusdirektor. "Nur im Gastrozelt werden wir wegen der allgemein gestiegenen Preisen etwas aufschlagen", bittet Melnjak um Verständnis, während am Rand der Zelte die Generatoren gerade mit Heizöl betankt werden. "Wir haben zunächst 10.000 Liter geordert, wenn es richtig kalt wird, brauchen wir 30.000 Liter", rechnet Mirjan Mavriqi vor. Der Liter kostet derzeit rund ein Euro, plus Mehrwertsteuer, ein vergleichsweise noch guter Preis.

Heiße Phase beginnt

Nach und nach treffen die Artisten und die Tiere in Heilbronn ein, auch die ersten Proben in der Manege beginnen am Ende der Woche. "Am Sonntag startet die heiße Phase, dann müssen wir uns warm anziehen, das wird am Anfang wieder ein heilloses Durcheinander", schildert Melnjak lachend, weil jeder der Erste im Rund sein wolle. Auch auf die Requisiteure kommt Schwerstarbeit zu, zumal in diesem Jahr nach 19 Jahren wieder eine große Illusionsshow im Zirkusprogramm ist.

Vincent Vignaud will mit seinen Zaubereien das Publikum verblüffen. Dazu muss aber die Manege komplett mit Holzplatten abgedeckt werden, ehe der Zeltboden für die preisgekrönte Pferdedressur von Jama Marek wieder frei sein muss. "Das muss immer Ruckzuck gehen, damit für die Zuschauer keine Pausen entstehen", betont Mavriqi.

"Er sei immer am Ende, wenn am 8. Januar der Sonntagabend erreicht sei, gibt Meljnak zu. "In diesem Jahr bin ich froh, wenn wir gut über die Runden kommen, schwarze Zahlen schreiben können und den Restart erfolgreich hinkriegen", betont der Zirkusdirektor. Seit dem Wochenende ist er optimistisch, dass das Ziel auch erreicht wird.

 

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