DAV-Sektion Heilbronn: So tickt der neue Vorsitzende

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Zwölf Jahre lang führte Bernd Bührer die Sektion Heilbronn im Deutschen Alpenverein (DAV). Jetzt hat er dieses verantwortungsvolle Amt abgegeben. Mit mehr als 17.000 Mitgliedern ist die Sektion der größte Sportverein in der Region.

Die Boulderhalle in der DAV-Kletterarena. Foto: Archiv
Die Boulderhalle in der DAV-Kletterarena. Foto: Archiv  Foto: Mugler

Claudius Waltz (54) gibt künftig die Richtung bei der Sektion Heilbronn im Deutschen Alpenverein (DAV) vor. Nachdem Bernd Bührer (69) nach zwölf Jahren den Vorsitz des fünfköpfigen Vorstands bei der letzten Hauptversammlung unter viel Applaus und der Ernennung zum Ehrenmitglied abgab, wählte das Gremium jetzt einstimmig den Unterheinrieter Waltz in dieses verantwortungsvolle Amt. Mit mehr als 17.000 Mitgliedern ist die DAV-Sektion der größte Sportverein in der Region.

Die Sektion mit Vertrauen und Zuversicht geführt

Aus heutiger Sicht kann Bernd Bührer beruhigt in die Zukunft schauen: "Die Sektion steht auf einem soliden Fundament", sagt der Mann mit dem wuscheligen Schnauzer. Niemand im Verein kann sich den gebürtigen Hohenloher und heutigen Neckarsulmer ohne Bart vorstellen. Mit Eigenschaften wie Zuversicht, Vertrauen und Autorität, die Bartträgern unter anderem nachgesagt werden, führte Bührer die Sektion in die bis dato erfolgreichste Zeit.

Höhepunkte des passionierten Motorradfahrers und Seglers waren der Erwerb von EnBW-Grundstücken an der Lichtenbergerstraße, auf denen heute die Kletterarena mit dem Kletterturm und der Boulderhalle stehen.

Noch immer freut den Mann mit dem sympathischen Lachen, dass ein Teil der Finanzierung durch Darlehen der Mitglieder von mehr als 600.000 Euro aufgebracht wurde. Auf Corona angesprochen, redet er von einer einschneidenden Zeit: "Der Verein hatte vier Millionen Euro investiert und von einem Tag auf den anderen keine Einnahmen mehr."

Noch heute trägt er seine ersten Bergstiefel

Der DAV-Sektion Heilbronn wird Bernd Bührer, der in wenigen Tagen 70 Jahre alt wird, weiterhin verbunden bleiben. 37 Jahren Mitgliedschaft haben bei dem langjährigen Schöffen am Landgericht positive Spuren hinterlassen: "Noch heute trage ich meine ersten Bergstiefel bei der Gartenarbeit", gesteht er und freut sich, künftig mit den Enkeln Maximilian Fritz (zwei Monate) und Alan (9) im Garten zu tollen.

Claudius Waltz (oben) löst Bernd Bührer als DAV-Sektionschef ab.
Claudius Waltz (oben) löst Bernd Bührer als DAV-Sektionschef ab.  Foto: Seidel, Ralf

"Mein Bruder Hermann hat mich mit dem Virus des Sportkletterns infiziert", blickt Claudius Waltz zurück. Irgendwann war der Eintritt in den DAV für den Prokuristen bei FFB Gabelstapler in Eberstadt obligatorisch. Und der Unterheinrieter übernimmt Verantwortung: 2008 eröffnet er mit Holger Klitsch eine Bambini-Gruppe, er wird Trainer der Förder- und der Leistungsgruppe und leitet seit 2013 das Referat Leistung in der Sektion.

Ohne den Rückhalt und das Verständnis seiner Familie hätte Waltz das Amt "nie angenommen". Ein Vorteil: Ehefrau Petra, die Töchter Helena und Evita sowie Sohn Hector sind in der Sektion unter anderem in Führungsfunktionen aktiv.

Die Sektion auf einem attraktiven Niveau halten

Das DAV-Alpinzentrum an der Lichtenbergerstraße weiterentwickeln und auf einem hohen attraktiven Niveau halten, das ist das Ziel von Claudius Waltz. Im Herbst sollen der Kletterturm beleuchtet und die Außenanlagen gestaltet werden. Außerdem soll das Thema "Studenten" verstärkt in das Blickfeld rücken. Bei allem wirtschaftlichen Denken will Waltz aber eines nicht aus den Augen verlieren: "Wir dürfen das Ehrenamt nicht vergessen. Zudem muss sich jeder Kletterfreund im Verein wiederfinden."

 

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