200 Kilogramm Crystal Meth: Angeklagter aus Sinsheim erklärt sich erstmals zur Tat
Im Heilbronner Prozess um millionenschweren Drogenschmuggel hat der 33-jährige Angeklagte aus dem Raum Sinsheim durch seinen Anwalt eine Erklärung abgegeben.

Die Gerichtsverhandlungen rund um den Crystal-Meth-Fall sind in vollem Gange. Der 33-jährige Angeklagte aus dem Raum Sinsheim hat durch seinen Anwalt bereits eine Erklärung abgegeben. In dieser appelliert er an eine "geringe Tatbeteiligung". Demnach bereue er, sich in diese Sache hat reinziehen zu lassen. Den Heilbronner Angeklagten kenne er seit vielen Jahren gut, beide stammen ursprünglich aus dem Nordirak. Auch die Eltern beider Männer seien befreundet und würden sich regelmäßig sehen.
Hätte er gewusst, dass sich in dem Sattelzug 200 Kilogramm Crystal Meth befinden, hätte er die Lagerhalle der Sinsheimer Firma seines Chefs nie zur zwischenzeitlichen Lagerung angeboten. Als er nachfragte, was sich in der Maschine befinde, habe der Heilbronner Angeklagte nicht geantwortet und ihm für seine Unterstützung 2000 Euro angeboten. Dann sei alles schnell gegangen.
Angeklagter spricht über Crystal-Meth-Fund im Wert von 20 Millionen Euro
Am Abend des 10. Oktober hieß es, dass die Maschine bereits am nächsten Tag geliefert werden sollte. So nahm alles seinen Lauf. Nach monatelangen Ermittlungen und der verdeckten Überwachung griff die Kriminalpolizei des Heilbronner Präsidiums zu und stieß in einer tonnenschweren Hydraulik-Presse auf die 200 Kilogramm Crystal Meth. Marktwert: an die 20 Millionen Euro.
Der 33-jährige Angeklagte räumte ein, in der Vergangenheit Fehler gemacht zu haben und wegen Gewaltdelikten bereits im Gefängnis gesessen zu haben. Mit Drogenhandel habe er allerdings nie etwas zu tun gehabt.
Zehn Zeugen sind laut Lutz Hils, Pressesprecher des Heilbronner Landgerichts, am heutigen Mittwoch, 19, Juli, geladen.
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