Baywa baut eine neue Werkstatt in Heilbronn
Der süddeutsche Agrarkonzern steckt 4,2 Millionen Euro in die Modernisierung seines Standorts im Industriegebiet von Heilbronn. Dabei wird in zwei Phasen gebaut.

Es ist ein Bauprojekt in zwei Phasen, für das die Damen und Herren hier zum Spaten greifen: Erst wird eine neue Werkstatthalle an jener Stelle gebaut, wo bis vor kurzem noch eine Agrarhalle stand. Wenn die Mitarbeiter in den Neubau umgezogen sind, geht es gleich nebenan weiter: Dann wird die alte Werkstatt abgerissen und an ihrer Stelle eine neue Maschinenhalle inklusive Ausstellungsfläche errichtet. Fertig soll alles Ende nächsten Jahres sein. Und so greifen die Vertreter des Agrarkonzerns Baywa AG, der Baufirma und der Stadtverwaltung zum Spaten und lassen symbolisch etwas Erde fliegen.
Konsequente Trennung in zwei Standorte
"Heute ist ein guter Tag für Heilbronn", sagt Regionalleiter Frank Häußermann. Seit 2016 werde bereits an der Neukonzeption des Standorts geplant. Die Baywa ist in Heilbronn an zwei Adressen in der Gottlieb-Daimler-Straße zu finden: Neben dem Kaiser's Turm ist die Annahmestelle für konventionelles Getreide angesiedelt, daneben das Tanklager. Etwa 500 Meter weiter sind das Silo für Bio-Getreide und die Werkstatt ansässig. Die räumliche Trennung wurde vor wenigen Jahren eingeführt, um eine saubere Trennung der beiden Getreidesorten bei der Anlieferung zu garantieren, erläutert Häußermann.
Gute Auslastung dank Sondermaschinen
Personell und strukturell sei der Standort bereits auf die neuen Gegebenheiten ausgerichtet, sagt der Regionalleiter. 13 Mitarbeiter seien alleine in der Werkstatt selbst beschäftigt. "Ohne gutes Personal ist ein Neubau nichts wert. Der Mensch macht schließlich die Arbeit, nicht das Gebäude." Allerdings sei der Neubau auch "ein Statement in Beton". Heilbronn habe schließlich für das Unternehmen eine große Bedeutung, erklärt Gerd Mezger, Spartengeschäftsführer Agrar/Technik Württemberg: Die Werkstatt sei stark ausgelastet, da sie nicht nur Traktoren, sondern auch Baumaschinen, Mähdrescher und Fahrzeuge von Spezialkulturen aus dem Obst- und Weinbau wie zum Beispiel Trauben-Vollernter wartet. "Es ist uns daher wichtig, dass wir für die Kunden mit der Investition ein Zeichen setzen."
Baufirma kommt aus Franken
Insgesamt 4,2 Millionen Euro gibt die Baywa für das Projekt aus. Ausführendes Bauunternehmen ist die Firma Haschke aus Bad Königshofen bei Schweinfurt. Für das Agrarunternehmen ist sie regelmäßig aktiv, zurzeit unter anderem in Nürtingen, wo ein Agrarstandort und eine Service-Werkstätte sowie Lager- und Ausstellungsflächen, Verkaufs- und Büroräume und eine Mostobsterfassungsanlage gebaut werden. Das Werkstattgebäude in Heilbronn soll spätestens Anfang nächsten Jahres fertig sein. Dann werden die alten Bauten aus den 60er Jahren abgerissen und die neue Maschinen- und Ausstellungshalle errichtet. Auch der Agrarstandort nebenan wurde in den vergangenen Monaten saniert, momentan laufen noch letzte Arbeiten im Hof.
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