Stimme+
Heilbronn
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Baywa baut den Standort Heilbronn aus

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Der Agrarkonzern investiert 3,2 Millionen Euro in die Schiffsverladung, das Getreidelager und eine neue Werkstatt. Denn die Lage des Grundstücks ist für den Konzern besonders interessant.

Der Standort Heilbronn spielt für Baywa eine wichtige Rolle: Er verfügt über eine Schiffsanlegestelle.
Foto: Mario Berger
Der Standort Heilbronn spielt für Baywa eine wichtige Rolle: Er verfügt über eine Schiffsanlegestelle. Foto: Mario Berger  Foto: Berger, Mario

Für rund 3,2 Millionen Euro modernisiert der Agrarhändler Baywa seinen Standort in Heilbronn und erweitert die Schiffsverladung. Damit will das Unternehmen den durch den Hafenanschluss überregional bedeutenden Knotenpunkt Heilbronn und die Agrarregion Baden-Württemberg stärken. "Mit der Investition werden wir uns regional wie auch im Hinblick auf unser internationales Geschäft im Agrarhandel weiter positionieren", sagt Gerd Mezger, Spartengeschäftsführer Agrar und Technik für Baden-Württemberg.

Immer wieder Investitionen in den Standort

Mit dem Ausbau gewinne Heilbronn an Schlagkraft und Effizienz. Der Getreidestandort werde dadurch konsequent ausgebaut. Seit 2011, als die neue Getreide- und Siloanlage errichtet wurde, hat der Konzern immer wieder in das Areal im Industriegebiet Nord investiert.

Diesmal geht es um die Modernisierung des Getreidelagers, das eine Lagerkapazität von 42 000 Tonnen hat, sowie um die Schiffsverladung. Dadurch soll die Logistik in Heilbronn schneller und flexibler werden. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Mit der Fertigstellung wird im Frühjahr 2022 gerechnet. Mit Einschränkungen im Betriebsablauf sei nicht zu rechnen, heißt es in einer Mitteilung.

Belieferung bis in die Niederlande

Für die Landwirte im Einzugsgebiet nimmt der Hafenstandort eine wichtige Funktion ein. Die Baywa betreibt hier den größten Getreide-Erfassungsbetrieb in der Region. Per Schiff können Abnehmer auch am Niederrhein sowie in Holland und Belgien beliefert werden. Das Getreide stammt aus dem gesamten nördlichen Württemberg. Daher sollen den landwirtschaftlichen Betrieben der Region zusätzliche Lagerkapazitäten für Getreide geschaffen werden.

In Planung ist zudem der Bau eines neuen Servicezentrums Technik für die Region Heilbronn, das Ende 2022 bezogen werden soll. Die bereits vorhandene Werkstatt werde bis zur Fertigstellung des neuen Zentrums weiterbetrieben, heißt es weiter.

2019 hatte Baywa in Heilbronn eine reine Biogetreide-Annahmestelle eingerichtet. Der Betrieb ist inzwischen zertifiziert. Es ist der erste Standort des Konzerns in Baden-Württemberg, der entsprechend ausgerüstet und zugelassen ist. Dazu wurde ein zweiter Betrieb etwa 500 Meter vom bisherigen eingerichtet. Die Silo-Kapazität beträgt dort 4000 Tonnen. Konventionell erzeugtes Getreide wird weiterhin am bisherigen Standort angenommen. Durch diese räumliche Trennung bestehe keine Gefahr einer Durchmischung der beiden Sorten, auch nicht durch Staub.

Mehrere Standorte in der Region

Der Agrarkonzern ist in der Region außer in Heilbronn noch mit Standorten in Ilsfeld, Schwaigern, Brackenheim und Öhringen vertreten. Es waren auch schon wesentlich mehr. Doch die Baumärkte, darunter Weinsberg, wurden 2011 in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Hellweg-Gruppe eingebracht. Das Kraftfutterwerk in Heilbronn wurde 2014 abgestoßen, der Technik-Standort Obersulm-Willsbach wurde 2018 geschlossen. 

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben